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Musikschüler haben trotz Corona-Pause viel gelernt

Konzert in Mettmann : Musikschüler haben trotz Corona-Pause viel gelernt

Von Friedrich Silcher über Edward Elgar, Beethoven und Mendelssohn Bartholdy reichte das Repertoire, das beim ersten Musikschulkonzert nach der Corona-Pause gespielt wurde.

Die Musikschule kehrt zurück auf die Bühne – so war das Sommerkonzert nach den fast 100 Tagen Corona-Pause überschrieben. Und für Freunde der Kunst war es schön erleben zu dürfen, wie sich Schüler, Lehrer und wahrscheinlich ganz besonders die Eltern freuten, endlich mal wieder Musik live erleben zu können. Oder wie ein Gast sagte: „Es ist wie beim Gemüse, Konserve ist eben doch etwas anderes.“

Von Friedrich Silcher über Edward Elgar, Beethoven und Mendelssohn Bartholdy – es war wunderbar, wie die ganz Kleinen bis hin zu jungen Erwachsenen mit ihren Lehrern ein von den Zuhörern viel gelobtes Programm zusammengestellt hatten und ihr Können zum Teil erstmals vor Publikum unter Beweis stellen konnten.

Aber nicht nur die großen Komponisten waren zu hören, auch viele unbekannte Namen, die aber ganz witzige Stücke speziell für die jeweiligen Instrumente (meist für das eigene) verfasst hatten, ergänzten das Programm. So fieberte wohl jeder mit, als der erst fünfjährige Anton Hauke mit seinen 1/8-Cello die „Alte Dampflok“ von Andrea Holzer-Romberg erklingen ließ.

Der Kleine hatte erst im Januar mit dem Unterricht begonnen und kurz darauf brach ein, was dem normalen Lernen entspricht. Aber die engagierten Lehrkräfte der Musikschule planten um, erteilten Online-Unterricht und Hauke hatte es geschafft. Auch seine drei Jahre ältere Schwester gefiel prächtig mit einem lustigen Ländler auf dem Klavier.

Ob die vier Cellistinnen mit ungewöhnlichen Klängen in tibetanische Bergland entführten oder drei Trompeter den alten amerikanischen Schlager „As time goes by“ mit wunderschönem Sound wieder aufleben ließen, das Publikum – Corona-bedingt mit Abstand im Saal der Stadthalle verteilt – war begeistert.

Überhaupt, Leberecht Heidenreich und Susanne Eggert, die Leiter der Musikschule, hatten sämtliche Vorschriften, die in Coronazeiten nun mal notwendig sind, perfekt umgesetzt. Ob die Holzlatte den Abstand von 1,5 Metern anzeigte, die Plätze im Saal dementsprechend gekennzeichnet waren oder gar kleine Eimer für das Kondenswasser der Blechbläser bereit standen: es war an alles gedacht worden.

Die drei Lehrer Sabine Kirschner-Théry (Querflöte), Achim Andreß (Klarinette) und Susanne Eggert (Fagott) spielten bravourös ein Trio von Beethoven, bevor die Drummer unter Wolfgang Wölke zunächst mit dumpfen Klängen und dann mit einer in Töne gesetzten Autofahrt ihn, Nils Häusgen und die Zuhörer vollends jubeln ließ.