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Mettmann: Mühlenfest mit Bäckersarbeit

Mettmann : Mühlenfest mit Bäckersarbeit

Schon von außen wird sichtbar, dass das Denkmal Goldberger Mühle ist nicht abgeschrieben ist: Das Mühlenrad dreht sich, der Turm ist frisch gestrichen. Und gerade am 1. Mai zum Mühlenfest erfreut sich eines der ältesten und schönsten Gebäude Mettmanns zahlreicher Besucher.

Trotz der vielen Menschen im Raum scheint Lisa (9) von den alten Wänden und Balken ergriffen zu sein. Tief atmet sie die Luft ein, die nach altem Holz und süßen Waffeln riecht und steigt die Treppe hinab. Im Untergeschoss arbeitet Karsten Hoberg am großen Mühlenofen. Mit einem hölzernen Schieber bugsiert er die Brotlaibe in die 1880 erbaute heiße Kammer. "Der Ofen wird von links und rechts befeuert. Insgesamt passen 60 Brote gleichzeitig in diesen urigen Herd", erklärt das Mitglied des Mühlenvereins der jungen Mettmannerin, die fasziniert dessen Bäckersarbeit bestaunt. Schnell noch ein Foto, dann geht es hinaus in den Innenhof, wo Reibekuchen und Grillwürstchen warten. Der Duft von frischgebackenem Brot hat den Appetit geweckt.

Urige Atmosphäre

"Ich fand es sehr spannend, den Bäcker bei der Brotherstellung zu beobachten", erklärt Lisa bei einer kühlen Limo im Freien begeistert. "Auch der Brunnen, die alte Treppe und die gesamte urige Atmosphäre in der Mühle gefallen mir richtig gut." Das freut den Vereinsvorsitzenden Hans Günther Kampen: "Die Resonanz beim Mühlenfest dieses Jahr ist großartig. Sie zeigt uns als Verein: Die Goldberger Mühle gehört nicht der Vergangenheit an, sondern ist immer noch ein Teil der Stadt und weckt das Interesse der Bürger." So ist der 111 Mitglieder starke Verein stolz, bei Anlässen wie dem Mühlenfest seine Arbeit zu präsentieren. "Vergangenes Jahr hat sich hier auf der Goldberger Straße viel getan: Der Bachlauf ist verlegt worden und die Schleuse ist aus neuem Holz."

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Wenn es dann bis zum nächsten Jahr noch mit der eigenen Stromgewinnung klappt, ist der engagierte Mettmanner auf der ewigen Baustelle zunächst wunschlos glücklich. Viel Arbeit unentlohnt? "Auf keinen Fall. Wir engagieren uns für die Stadt und für die Bürger. Die Tatsache, dass es heute ab 14 Uhr kein Brot mehr gab, ab 15 Uhr keine Würstchen und ab 16 Uhr keinen Kuchen, zeigt, wie sehr sich die Denkmalserhaltung wirklich lohnt." Belohnt wurde das mit vielen Besuchern, lockerer Stimmung und gutem Wetter.

So plauschen die Mettmanner im Innenhof zwischen Wiese und Narzissen bis in die frühen Abendstunden.

(nibo)