Velbert: Mord an Stewardess: Polizei geht in Offensive

Velbert: Mord an Stewardess: Polizei geht in Offensive

Im Mordfall um die getötete Claudia Knapp geht die Polizei jetzt in die Offensive. Da zu der richterlich angeordneten DNA-Untersuchung nur knapp die Hälfte der erwarteten Männer kamen, wird die Polizei mit allen Männern der bekannten Zielgruppe Kontakt aufzunehmen, die bisher nicht freiwillig zur Abgabe einer Speichelprobe erschienen sind.

Claudia Knapp wurde am 1. Februar tot in ihrer Wohnung gefunden. DNA-Spuren, die in der Wohnung gefunden wurden, sollten mit rund 580 männlichen Mitglieder des Velberter Sportstudios AREA ONE im Alter zwischen 20 und 60 Jahren, verglichen werden. Mit insgesamt nur 214 Teilnehmern, die freiwillig ihre Speichelproben abgaben, um die Ermittlungsarbeit der Polizei zu unterstützen und sich selber weitere Überprüfungen durch die Mordkommission zu ersparen, blieb das Ergebnis weit unter der von Polizei und Staatsanwaltschaft erhofften Resonanz.

Inzwischen hat die Mordkommission wie angekündigt begonnen mit allen Männern der bekannten Zielgruppe Kontakt aufzunehmen, die bisher nicht freiwillig zur Abgabe einer Speichelprobe erschienen sind. Den kontaktierten Personen wurde ein erneutes Angebot zur freiwilligen Abgabe von Speichelproben gemacht, damit diese nicht im engeren Fokus der weiteren polizeilichen Ermittlungen im Mordfall der 47-jährigen Stewardess aus Velbert verbleiben.

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Diese Verfahrensweise hat schon am ersten Tag zu einer deutlich positiveren Teilnahmetendenz geführt. Insgesamt 118 freiwillige Speichelproben konnte die MK Friedrichstraße allein am Montag in den Räumen der Polizeihauptwache an der Nedderstraße entgegennehmen. Viele weitere Personen haben ihre Teilnahme an den noch zur Verfügung stehenden Terminen bis zum Ende dieser Woche (täglich 08.00 bis 16.00 Uhr, Freitag 08.00 bis 16.00 Uhr) in Aussicht gestellt.

(gms)
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