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Monheim Restaurant „Bloomgold“: Hier serviert der Koch Leckereien mit französischer Note

Gastro-Tipp : Hier serviert der Koch Leckereien mit französischer Note

Das „Bloomgold“ im denkmalgeschützten alten Zollhaus in der Monheimer Altstadt macht Genießer glücklich.

Meine arg gestresste Begleitung ist sofort gut gelaunt, als sie das Restaurant „Bloomgold“ in Monheim betritt. Eine wunderbar nostalgische üppige Blumentapete mit Pfingstrosen, Tulpen und Nelken empfängt uns im denkmalgeschützten alten Zollhaus in Monheims Altstadt. Wir fühlen uns in die 1960er Jahre versetzt mit Korblampen, Polsterstühlen und Rattan-Sesseln. Ein bisschen ist es wie im noblen Gartenhaus. Die Szenerie wird dezent von Pflanzen beherrscht. Hier setzt man sich gerne hin.

Wir hatten es eigentlich aber auch nicht anders erwartet von Simone Windges und Miriam Winzer, die uns schon seit Jahren mit ihrem Café mit Liebe an der Turmstraße viel Freude bereiten.

Wir sind gespannt auf die französisch angehauchte Küche – und werden nicht enttäuscht. Wir erleben ein saftig gegartes Stück Skrei, jenen leckeren Winter-Kabeljau, der sich durch festes weißes Fleisch auszeichnet.  Er kommt auf Mangold-Gemüse mit Kartoffel-Trüffel-Eintopf. Das Wort Eintopf ist ehrlich gesagt viel zu unelegant für diese moderne al dente gegarte Gemüsebeilage, die im „Bloomgold“ auf den appetitlichen Keramikteller kommt. Es ist eine Mischung aus feinen Mangoldstreifen, Pastinaken, Maiskölbchen, Zuckerschoten, Kartoffeln und Staudensellerie und schmeckt leicht und knackig mit feiner Trüffelaroma-Note. Kosten 22,50 Euro. Ein ausgefallenes Essen für Freunde leichter und gesunder Küche.

Wer danach sündigen möchte, sollte sich nicht davon abbringen lassen. Das sterneverdächtige Dessert ist ein paar zusätzliche Liegestütze wert. Der junge Koch Lars Ohters serviert stolz seine Crème Brûlée. „Ein echt elsässisches Rezept“, schwärmt er. Dieses flaumzarte vanillige Vergnügen wird von einer hauchdünnen Zuckerkruste gedeckelt. Dazu gibt es marinierte Birne, Prosecco-Sorbet, karamellisierte weiße Schokoladenmousse als Tupfer, Pistazien-Crunch und paar sehr feine Schokoblätter – alles für neun Euro. Spätestens diese Kreation macht uns vollends glücklich.

Weißweine kommen aus dem Badischen, der Pfalz und vom Rhein und Rote aus Frankreich. Sie kosten im Viertel in der Regel 7,60 Euro. Der teuerste, ein Silvaner Kalkoven Collective Z von 2018 aus  der Pfalz, kostet 19,50 Euro. Winziger Kritikpunkt an einem perfekten Abendessen: Der Weißwein, ein Sauvignon Blanc, hätte ein bisschen kühler sein können.

Nun war das Essen mit frischem Fisch kein ganz billiges Vergnügen – inklusive Wein, Wasser und Dessert kamen wir zu zweit auf rund 80 Euro. Es geht aber auch günstiger. Zum Beispiel mit der Vorspeisenplatte „Bloomgold “ für zwei Personen für 21,80 Euro. Die leckeren Kleinigkeiten der französischen Küche werden mit Baguette und Blütenbutter serviert. Oder aber vegetarisch: Gebratene Süßkartoffel gefüllt mit Quinoa, Spinat, Cranberries und Feta in einer Tomaten-Basilikum-Sauce für 13,50 Euro. Für ein Rumpsteak mit Kalbsjus, Rahmwirsing, Kräuterseitlingen und Pommes Duchesse muss man wieder tiefer in die Tasche greifen. Kosten: 24 Euro.

Auch dem derzeitigen Gin-Fieber trägt das „Bloomgold“ Rechnung – mit Tonic beispielsweise zwischen den einzelnen Gängen. Es gibt Bier und Longdrinks mit und ohne Alkohol.

Und immer sonntags gibt es von 9.30 bis 13 Uhr im Saal ein  Frühstücksbuffet.  Mit Filterkaffee und Tee kostet es je Erwachsener 18,90 und je Kind (6-11 Jahre) 9,90 Euro.

Bloomgold, Zollstraße 2,
Monheim am Rhein. www.bloomgold.de. Öffnungszeiten: Montag Ruhetag, Dienstag bis Samstag 18 bis 23 Uhr, sonntags Frühstücksbuffet 9.30 bis 13 Uhr. Telefonische Reservierung unter Telefon 02173 2027593, Reservierung per E-Mail: reservierung@bloomgold.de.