Mitfahrbänke für Metzkhausen und Obschwarzbach in Planung

Mobilität mit Umweltschutz in Mettmann : Die CDU plant eine Mitfahrbank in Obschwarzbach

Um Bürger leichter aus den ÖPNV-freien Quartieren in Richtung City zu befördern, sollen auch Mitfahrplätze helfen.

Salopp gesprochen sind Mitfahrbänke so etwas wie die Seniorenausgabe des alten Trampens. Statt den ausgestreckten Daumen am Straßenrand in den Wind zu halten, können am Sitzmöbel Menschen auf eine Mitfahrgelegenheit warten. Die Idee ist nicht neu, vor allem in ländlichen Regionen oder in abseits gelegenen Quartieren wird sie umgesetzt. Geht es nach der CDU-Fraktion, sollen auch Obschwarzbach und Metzkhausen je eine solche Mitfahrbank bekommen.

„Über diese Idee hatten wir bereits vor Jahren nachgedacht“, erinnert sich CDU-Fraktionsvorsitzender Richard Bley. „Jetzt kam sie während unserer Klausurtagung wieder auf.“ Auch im Kontext zur Inbetriebnahme des sogenannten Bürgerbusses wurde der Aspekt debattiert. Offensichtlich gibt es in Sachen Mobilitätsausbau Optimierungsmöglichkeiten, wo der ÖPNV nicht greift oder greifen kann, schaffen private Initiativen Erleichterung, wie der Fraktionsvorsitzende Überlegungen für ein Plus an Lebensqualität ausführt.

Zwei Variable haben die Christdemokraten bereits kalkuliert. Einerseits die pure Anschaffung und Aufstellung einer solchen Bank, die etwa 200 Euro kosten würde. „Würde auch ein Fundament für die Mitfahrbank gelegt, ergäbe sich ein vierstelliger Betrag“, rechnet Richard Bley vor. „Aber zunächst würden wir die einfache Lösung anstreben.“ Im Haushalt 2020 soll die Anschaffung verankert werden „und auch in diesem Jahr realisiert werden“.

Dass es Bedarfe seitens der Bewohner gibt, dessen ist Richard Bley sich sicher. Manche hätten kein eigenes Auto, andere wollten es nicht nutzen, und wer aus Obschwarzbach oder Metzkausen los wollte, hätte „eigentlich ein Ziel“, geht der Blick Richtung Innenstadt zum Jubiläumsplatz oder Königshof. Insofern müsse an der jeweiligen Mitfahrerbank auch kein Schild mit einer Zieladresse angebracht werden, wie es in anderen Städten üblich ist.

Die sogenannte Märchensiedlung in Metzkausen wäre beispielsweise ein idealer Standort für eine solche Mitfahrgelegenheit. In Zusammenarbeit mit den Bürgervereinen des jeweiligen Quartiers soll die Idee nun im nächsten Schritt ausgestaltet werden. „Und wenn wir es schafften, dass pro Tag zwei Autos durch diese Gemeinschaftsfahrten weniger starten, wäre das auch ein schöner Erfolg.“