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Mit dem Neanderthal Museum in die Steinzeit reisen

Ferienspaß in Mettmann : Mit dem Neanderthal Museum in die Steinzeit reisen

Trotz Corona-Pandemie haben die Museumspädagogen ein Ferienprogramm auf die Beine gestellt. Es richtet sich an bis zu acht Kinder zwischen sechs und neun Jahren. Das Programm besteht aus spielen, basteln und Ausflügen – selbstverständlich mit Mund-Nasenschutz.

In diesem Jahr ist alles anders – auch die Sommerferien. Viele Familien fahren nicht in den Urlaub. Hier bietet das Neanderthal Museum für die zu Hause gebliebenen Kinder dennoch verschiedene Tagesausflüge an – in die Steinzeit, zu den Gladiatoren, in den Wald oder zu den Tieren. „Durch die Corona-Umstände kann unser normales Ferienprogramm nicht stattfinden“, erklärt die wissenschaftliche Mitarbeiterin Miriam Plönißen. Daher weisen die Veranstalter auch darauf hin, dass ein Mund-Nasenschutz mitgebracht werden muss, und auch die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Doch um den Kindern dennoch etwas bieten zu können, hat das Museum erstmals eine Sommerferienbetreuung für Kinder von sechs bis neun Jahren entwickelt. An vier der sechs Ferienwochen können die Mädchen und Jungen täglich oder wöchentlich vieles zu den unterschiedlichen Themen kennenlernen. „Es wird viel gebastelt“, sagt Miriam Plönißen. „Jeden Tag gibt es etwas, was die Kinder mit nach Hause nehmen können.“

Aber es geht auch viel nach draußen, in den Wald oder zu den steinzeitlichen Tieren im nahen Gehege. Der Mittwoch ist ganz den Tieren gewidmet. Dieser beginnt in der Höhle der Steinzeitwerkstatt, wo erst einmal die Höhlenmalereien begutachtet werden. „Durch die Höhlenmalereien wissen wir, dass es Auerochsen und Mamuts in der Steinzeit gegeben hat“, erklärt Iris Schimkat, die die Ferienbetreuung leitet.

Aber warum haben die Menschen damals Tiere an die Wand gemalt? „Vielleicht war das wie Fernsehen oder Kino“, schlägt ein Junge vor. Aus den Fellen und dem Leder wurden damals schon Kleider gefertigt. Deshalb liegt es nah, dass die Kinder selbst in die Rolle von Steinzeitmenschen schlüpfen und sich in Felle hüllen. „Das ist warm“, meint Lisbella (8). Und auch Anton ist von dieser Art Kleidung begeistert. „Bequem und warm“, sagt der Siebenjährige.

Doch nicht nur an Höhlenwänden wurden die Tiere verewigt. „Es wurden auch Figuren gefunden“, erzählt Iris Schimkat. Und so bekommen die Kinder einen Klumpen Ton und dürfen Tiere oder Tierspuren formen. Anna und Lotta haben sich für eine Tierspur entschieden. „Das ist eine Wolfsspur“, erklärt die achtjährige Lotta. Sie mag Wölfe. „Ich hab schon echte Wölfe gesehen. Im Zoo.“

Anton kann sich noch nicht recht entscheiden. „Entweder ich mache einen Auerochsen oder ein Pferd“, verrät er. Er hat im Kindergarten schon mit Ton gewerkelt. Auch Lisbella hat bereits öfter mit Ton gearbeitet. „Einen Elefanten hab ich gemacht und viele andere Sachen“, erzählt sie. Sie weiß: „Man muss den Ton erst weich machen.“ Ihr Lieblingstier aus der Steinzeit ist der Auerochse. „Die sind cool“, meint sie.

Begeistert sind die Kinder bei der Sache. Manche sind schon die ganze Woche oder bereits die zweite Woche dabei. Der Montag steht dabei immer unter dem Motto „Steinzeit“. Hier basteln die Kinder ihr eigenes Steinzeitmesser und jagen mit der Speerschleuder. Dienstag geht es in den Wald mit Schnitzeljagd und Fährtenlesen. Der Donnerstag lässt die Kinder zu Gladiatoren werden. Sie nehmen einen Stop-Motion-Film auf, basteln einen Lorbeerkranz und fertigen ein römisches Mosaik an. Der Freitag ist Überraschungstag und verspricht Abenteuer und lustige Basteleien.