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Mettmanner Tafel sucht Verstärkung

Mettmann : Tafel sucht noch helfende Hände

Bei einem Tag der offenen Tür stellte sich die Einrichtung jetzt vor. Gebraucht werden Fahrer – und Kaffee-Spenden.

Vor 13 Jahren wurde die Mettmanner Tafel mit der Diakonie Mettmann gegründet. Seit damals ist Gisela Flether Vorsitzende der Tafel: „Ich habe schon immer ehrenamtlich für die Diakonie in Mettmann gearbeitet. Als die Idee aufkam, auch in Mettmann eine Tafel für bedürftige Menschen einzurichten, habe ich sofort gedacht: Das ist meine Aufgabe“, sagt Flether. Ihr ist anzumerken, mit wie viel Herzblut sie ihren Aufgaben als Leiterin nachkommt, auch jetzt, bei der Feier zum zehnjährigen Bestehen der Ausgabe im Gemeindehaus der Evangelischen Kirche in Metzkausen, zu der die Einrichtung jetzt eingeladen hatte.

60 Freiwillige sorgen dafür, dass an zwei Tagen die Woche rund 120 an den Samstagen und etwa 80 Personen an den Dienstagen für sich und ihre Familienangehörigen Gemüse, Obst, Tiefkühlprodukte, Brot und auch haltbare Lebensmittel wie Nudeln oder Tee gegen eine Gebühr von zwei Euro pro Abholung mit nach Hause nehmen können.

„Neben dem caritativen Gedanken geht es den Tafeln deutschlandweit auch darum, gegen die Vernichtung von Lebensmitteln anzugehen. Damit Obst wegen kleiner Stellen oder Brot, das bei den Discountern am Abend aus den Regalen geräumt und sonst vernichtet würde, stattdessen an Bedürftige geht“, erklärt Irmgard von der Heiden, Regionalleiterin der Diakonie Mettmann, das Selbstverständnis der Tafeln.

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Beim Rundgang durch die Räume, dem sich auch Bürgermeister Thomas Dinkelmann und Josef Dann (sachkundiger Bürger SPD) beim „Tag der Offenen Tür“ anschlossen, erfuhren die Besucher, wie der Ablauf von der Abholung bis zur Ausgabe ist: „Wir stellen mit dem Transport in unseren beiden Kühlwagen sicher, dass die Kühlkette bis zur Ausgabe gewahrt wird“, erzählt Lidia Jakowenco, die seit Gründung der Tafel mitarbeitet, während sie in dem Vorratsraum auf das große, mobile Kühlhaus zeigt, wo die Waren bis zur Ausgabe gelagert werden.

An den Tischen sortieren unterdessen ihre Kollegen die gespendeten Lebensmittel – bereits ab acht Uhr am Ausgabetag – packen sie in Kisten und bringen sie in den Ausgaberaum. Unter den Ehrenamtlern ist seit gut zwei Jahren auch Giovanna Margaglitti: „Ich helfe gern anderen Menschen“, erklärt sie ihre Motivation und eilt in den nächsten Raum.

Hier erhalten alle Kunden, die nach dem Rotationsprinzip in drei „Zeitfenster“ zu Gruppen von 30 bis 40 Personen eingeteilt werden, ihre Lebensmittel-Rationen für die Anzahl an Personen, die auf ihrem Bezieherausweis vermerkt sind. Diesen erhalten nur diejenigen, die ihren Anspruch auf die Lebensmittelausgabe mit offiziellen Dokumenten nachgewiesen haben.

Dazu gehören auch immer mehr ältere Menschen, deren geringe Rente sie zu dem oft als erniedrigend empfundenen Gang zur Tafel zwingt. „Wir hoffen, dass noch mehr Ältere den Weg zu uns finden, denn hier sind alle in der gleichen Situation und Scham ist fehl am Platze“, sagt Gisela Flether, die weiterhin hofft, noch mehr Freiwillige zu finden, die Springer-Dienste als Fahrer oder übernehmen.

Und noch einen Wunsch äußert die Leiterin der Tafel: „Eine größere Kaffeespende, damit wir zur Weihnachtsausgabe für jeden ein Päckchen haben.“