Mettmann: Mettmanner schreibt seinen ersten Thriller

Mettmann : Mettmanner schreibt seinen ersten Thriller

Marcel Jerchow hat seinen ersten Actionroman vorgelegt. Darin rettet ein Held die Welt.

18-Jährig übernahm Marcel Jerchow seinen ersten Job als satirischer Kolumnist bei einem Wrestlingportal im Netz. "Das war ein großer Spaß". Der Wunsch, eine Geschichte epischen Ausmaßes zu erzählen, "also einen Film zum Lesen zu kreieren, blieb mir seitdem im Kopf. Mit "Into the Valley of Darkness" habe ich mir diesen Traum jetzt erfüllt." Sein Actionthriller ist satte 403 Seiten stark.

Für das Genre entschied sich der inzwischen 28-Jährige, weil es "die Kombination aus Action und Thriller fast ausschließlich im Kino und beim Sommerschlussverkauf" gibt. Am heimischen PC, vor einem "Fenster mit wunderbarem Ausblick" hat der gebürtige Mettmanner, der noch immer in seiner Lieblingsstadt lebt, eine moderne und düstere Welt erschaffen. Fans behaupten, in die Geschichte tauche man nicht bloß ein, "man wird förmlich eingesaugt und verschlungen".

"Meine Mutter ist nicht gerade eine Freundin des Genres. Mein Vater allerdings ist großer Fan und hat die Arbeit mit Spannung verfolgt", beschreibt er unmittelbare Resonanz aus der Familie.

Die Geschichte spielt in er Zukunft, genauer gesagt im Jahr 2017. Donald Trump ist Präsident der USA, als ein geheimes Regierungsprojekt zum Schutz der nationalen Energieversorgung von einer terroristischen Organisation geklaut wird. Zeitgleich toben an der Ostküste dramatische Unwetter. Hier kommt der Ex- Commander Lee Pearce, gebeutelt von Liebeskummer und beruflichen Misserfolgen, ins Spiel. Der Mann leidet an Panikattacken und Depressionen, ist von Psychopharmaka abhängig aber dann trifft er auf die NSA-Analytikerin Mina Finnigan und gemeinsam decken die beiden eine Verschwörung internationalen Ausmaßes auf.

"Man muss sich damit auseinandersetzen, wie die Welt heutzutage ist", begründet der Stephen King-Fan die Idee zur Story. "Mir schwebte etwas über Charaktere vor, die allesamt in Grauzonen stehen. Moral ist ein wichtiges Thema", so geht der Hauptdarsteller teilweise brutal vor, um Gutes zu erreichen. "Sogar die Bösen haben, aus ihrer Perspektive gesehen, nachvollziehbare Motive." "Die Geschichte des 21. Jahrhunderts ist die beste Vorlage für meine Arbeit."

Inspirationsquelle ist Lieblingsschreiber Stephen King, insbesondere "The Green Mile". "Wahrscheinlich das erste Erwachsenenbuch, das ich je las. Die Charaktere, die Geschichte und die Schreibweise haben mich beeindruckt und haben auch die Arbeit an "Into the Valley of Darkness" geprägt."

Und dass er Zeit und Muße hat, diese so leidenschaftlich zu schreiben, bevorzugt in den Abendstunden bei klassischer Musik, liegt daran, dass er lange Jahre an schwerer Agoraphobie litt und sich auf einen eigenen Kosmos zurückzog. Aktuell bereitet er sich aufs Abivor, um anschließend zu studieren.

Und was wünscht er sich als Neu-Literat für die Zukunft? "Ich wäre mehr als glücklich, auch eine Fortsetzung schreiben zu können." Der Verlag ist an weiteren Veröffentlichungen interessiert, sagt er. Allerdings: "Ich warte aber erstmal die Rezensionen ab, dann entscheide ich, ob ich dem Genre wirklich erhalten bleibe." Auch das Genre zu wechseln, sei nicht ganz ausgeschlossen. "Ideen sind mehr als genug vorhanden."

(von)
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