Mettmann: Wegbegleiter verabschieden Direktor des Neanderthal Museums

Mettmann : Wegbegleiter verabschieden Museumsdirektor

Rund 200 Gäste kamen zum Festakt, der dank kurzweiliger Reden unterhaltsam und zugleich hochinformativ war.

(arue) Dass so viele Gäste kamen, hat am Ende selbst die Veranstalter überrascht: 200 Wegbegleiter von Gerd-Christian Weniger, des ehemaligen Direktors des Neanderthal Museums, waren eingeladen, mit ihm am Freitagabend gemeinsam seinen Abschied in den Ruhestand zu kommen. Und fast alle kamen. Zu viele für den Versammlungsraum im Neanderthal Museum, das Auditorium, so dass Ansprachen und musikalischer Vortrag per Beamer auf eine Leinwand ins Foyer übertragen wurden.

Die Redner, Gerd Kaiser, Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung Neanderthal Museum, und Landrat Thomas Hendele, boten in ihren humorvollen Ansprachen einen gelungenen Mix zwischen persönlichen, warmherzigen Worten und einem informativen Rück- und Ausblick zu Geschichte und Zukunft des Museums.

Gabriele Uelsberg, Direktorin des Rheinischen Landesmuseums in Bonn, mit Ralf Schmitz, Archäologe und Referent des Landesmuseums. Foto: Alexandra Rüttgen

Die Nachfolgerin des scheidenden Direktors, Bärbel Auffermann, hatte eine Dia-Show zusammengestellt, die die Entstehung des Museums, aber auch das persönliche Engagement von Gerd-Christian Weniger veranschaulichte – und zu so manchem Schmunzler Anlass gab. Weniger und Auffermann betonten in ihren Reden den wissenschaftlichen Anspruch des Museums. Weniger: „Ihre Respektabilität und Vertrauenswürdigkeit sind ein hohes Gut.“ So bewiesen die Forschungen von Gerd-Christian Weniger und seinen Wegbegleitern, dass das Bild des Neandertalers als „kulturloser Schlagetot“ (Kaiser) revidiert werden müsse.

Frank Schneider, Bürgermeister der Stadt Langenfeld, unterhielt sich gut mit Birgit Alkenings, Bürgermeisterin der Stadt Hilden. Foto: Alexandra Rüttgen
Auch Christoph Schultz, Bürgermeister der Stadt Erkrath, war dabei. Foto: Alexandra Rüttgen

Auch die vielen namhaften Gäste aus Politik, Gesellschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Forschung zollten dem Lebenswerk Wenigers Respekt: „Er ist für mich jemand, der die Mischung zwischen Wissenschaft und den Wünschen des Publikums wunderbar in Einklang gebracht hat“, sagte die Direktorin des Rheinischen Landesmuseums in Bonn, Gabriele Uelsberg. Das Bonner Museum ist seit 1877 in Besitz des 1856 entdeckten Neandertalers.

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