Verkehr in Mettmann Tempo 30 und Halteverbot vor Schulen

Mettmann · Das Wetter wird schlechter, die Elterntaxis wieder mehr: Drei Verbände fordern nun rigoros ein Tempo 30 vor Schulen und ein absolutes Halteverbot.

 Paul, Sophie, Frieda und Lucas (v.l.) freuten sich damals über die Elternhastestelle nahe der Johannesschule.

Paul, Sophie, Frieda und Lucas (v.l.) freuten sich damals über die Elternhastestelle nahe der Johannesschule.

Foto: Köhlen, Stephan (teph)

Allein mit guten Worten geht es nicht. Dieser Meinung sind das Deutsche Kinderhilfswerk, der Verkehrsclub VCD und der Verband Bildung und Erziehung. Sie haben bis zum 29. September die Aktionstage „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ ausgerufen. Und fordern Tempo 30 und ein striktes Halte- und Parkverbot vor Schulen.

Auch in Mettmann hat die Verwaltung das Problem der Elterntaxis erkannt; Bürgermeisterin Sandra Pietschmann hat es zur Chefin-Sache gemacht. Marcel Alpkaya von der Straßenverkehrsbehörde Mettmann sagt: „Eltern parken unter Zeitdruck in der zweiten Reihe oder im Haltverbot, blockieren den Schulbus oder versperren Straßenübergänge für Schülerinnen und Schüler. Damit sind vor allem die Jüngsten überfordert.“ In der Nähe von sieben Grund- und weiterführenden Schulen hat die Stadt Mettmann mittlerweile Elternhaltestellen eingerichtet. Dort sollen Eltern ihre Kinder rauslassen – auch wenn jetzt das Wetter wieder schlechter werden wird.

Unterstützt wird die Mettmanner Verwaltung dabei von der Polizei. „Das Verkehrsproblem vor den Mettmanner Schulen wird von den Eltern gemacht“, sagen die beiden Polizeihauptkommissarinnen Silke Stephan und Michaela Jordan. Sie sind in der Kreisstadt als Bezirksbeamtinnen unterwegs und stehen regelmäßig morgens vor den Schulen, um das Durcheinander aus Elterntaxis, Schulbussen und gestresst über die Straße hetzenden Heranwachsenden zu entwirren.

An der Grundschule Herrenhauser Straße zeigten die Beamtinnen in einem Ortstermin, was schief läuft. Eigentlich ist die Herrenhauser Straße eine ruhige Wohnstraße. „Nur morgens zwischen 7.30 und 8 Uhr nicht, wenn alle Eltern bis auf den letzten Meter vor die Schule fahren. „Dann wird auch mal der Zebrastreifen hier zugeparkt“, sagt Silke Stephan. Ihre Kollegin Michaela Jordan ergänzt: „In der Hektik lassen viele Eltern ihre Kinder auch noch zur Straße hin aussteigen. Und holen den schweren Tornister aus dem Kofferraum.“ In der Zeit sind andere Grundschüler auf dem Zebrastreifen nicht zu erkennen.

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