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Mettmann: Mettmann von oben

Mettmann : Mettmann von oben

Eberhard Backeshoff und Ingo Grenzstein geben einen Luftbild-Kalender heraus. Die Aufnahmen stammen von Flügen mit einem Motorschirm über der Kreisstadt und sind jetzt im Handel.

Die Idee, Luftbildaufnahmen von Mettmann einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, haben jetzt Eberhard Backeshoff und Ingo Grenzstein in die Tat umgesetzt. Rechtzeitig zum neuen Jahr haben sie Motive für einen Wandkalender ausgesucht. Im DIN-A3-Querformat haben sie als Erstauflage 250 Exemplare drucken lassen. Die Bildmotive zeigen ein Spektrum der ganzen Stadt vom Ortskern über den Stadtwald mit Goldberger Mühle und Naturfreibad bis zum Ortsteil Obschwarzbach.

Regelmäßig geht der gelernte Diplom-Physiker und IT-Spezialist Eberhard Backeshoff mit seinem Motorschirm in die Luft. Das bedarf akribischer Flugvorbereitungen wie Streckenplanung und Studium von Wind- und Wettervorhersagen. Backeshoff startet auf einer Wiese in Obschwarzbach, die offiziell bei der Landesluftfahrtbehörde als Außenstartgelände angemeldet ist.

Vorher mussten Ordnungsamt, Jagdpächter und Untere Landschaftsbehörde zustimmen. Für Motorschirmflieger gilt nun mal Flugplatzzwang. Auch die sonstigen Regeln der Luftverkehrsordnung müssen strengstens eingehalten werden.

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Nicht höher als 750 Meter

Mindestens 300 m über dem höchsten Bauwerk und wegen der Nähe zum Flughafen Düsseldorf nicht höher als 750 m über dem Meeresspiegel dürfen Motorschirmflieger hier in der Region fliegen. Mit dem 30 Kilogramm schweren Propellerrucksack auf dem Rücken schwingt Eberhard Backeshoff mit einem kräftigen Anlauf den 25 qm großen Gleitschirm in die Lüfte.

Unterstützt wird er dabei durch seine Frau Ute oder seinen Sohn Fabian, die als "Bodenpersonal" die Rolle des Startleiters übernehmen. "Man hat fast das Gefühl, selber zu fliegen statt eine Maschine zu bedienen, die einen fliegt", schwärmt der 54-jährige.

Zum Motorschirmfliegen kam Eberhard Backeshoff über das Segelfliegen und das motorlose Gleitschirmfliegen. "Segelfliegen ist ebenfalls ein wunderschönes Hobby, welches sich allerdings auf Grund des hohen Zeitaufwandes recht schnell als nicht familienkompatibel erwies", sagt Backeshoff.

Nach vielen Jahren fliegerischer Pause erfolgte dann der Neustart mit einer Ausbildung zum Gleitschirmflieger, die er zusammen mit seinem damals 14-jährigen Sohn im Jahr 2004 erfolgreich absolvierte. Seitdem haben Vater und Sohn schon viele schöne gemeinsame Gleitschirmflüge in den Alpen hinter sich gebracht. Schon bald kam bei Eberhard Backeshoff der Wunsch auf, auch die Heimat aus der Luft erleben zu können, und so absolvierte er in 2007 die Fortbildung zum Motorschirmpiloten.

Bei seinen Flügen hat Backeshoff neben der erforderlichen Ausrüstung fast immer ein weiteres "unverzichtbares" Gerät dabei. Mit seinem Fotoapparat macht er aus 350 m Höhe wunderschöne Aufnahmen von seiner Heimatstadt. Dabei entstehen interessante Ein- und Ausblicke auf die Dächerlandschaft von Mettmann.

(RP/rl)