Leben in Mettmann Mettmann von A wie Aule bis Z wie Zukunft

Mettmann. · Mettmann misst 42,56 Quadratkilometer Fläche. Der höchste Punkt liegt 203 Meter über Null. Ende Dezember wohnten hier 39.134 Menschen.

Mettmann von A bis Z
28 Bilder

Mettmann von A bis Z

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Foto: Köhlen, Stephan (teph)

Aule Mettmanner: „Aule“ sind nicht alt, sondern jung und junggeblieben. Seit 1954 setzen sich die Mitglieder des Bürger- und Heimatvereins für die Tradition und die Stadt ein. Denkmalschutz ist ein wichtiger Teil der Arbeit. Die Aulen pflegen alte Bräuche und die Mundart. Zugleich aber liegt dem Verein die Zukunft der Stadt am Herzen.

Blotschenmarkt: In diesem Jahr wird es zum 51. Mal den traditionellen Weihnachtsmarkt geben. Er ist der schönste der Region. Weihnachtliche Düfte, Schönes für den Tannenbaum, Glasschleifer mit Gravuren vor Ort, Warmes für den Winter – hier findet jeder etwas für seine Lieben daheim. Ein breites Angebot von Kunsthandwerk runden das Marktangebot ab. 

Caritas: Hier gibt es Hilfe – uneigennützig und direkt. Wer durch Armut, Fremdheit, Pflegebedürftigkeit, Behinderung in seinen Möglichkeiten beeinträchtigt ist, findet hier Unterstützung – ungeachtet von Religion oder Herkunft.

Denkmal: Mit den Erinneringen auf dem Lavalplatz besitzt Mettmann das einzige wachsende Denkmal in Deutschland. Die Bronze-Skulptur stammt von der Künstlerin Elke Tenderich-Veit. Sie besteht zunächst aus einem Sockel, der einen abgesägten Baum darstellt. Die horizontale Schnittfläche mit einem Durchmesser von circa 1,50 Meter zeigt symbolisch Jahresringe der Vergangenheit – wobei man 1100 Jahre Mettmanner Geschichte nur andeuten kann. Den oberen Rand umgibt ein etwa 15 Zentimeter hoher Ring, der jeweils aktuelle „Erinnering“. Darauf werden die wichtigsten Ereignisse eingraviert oder aufgetragen, die sich im letzten Jahr in Mettmann begeben haben.

Im Naturfreibad fängt der Urlaub vor der Haustüre an. Das Bad im Grünen und ohne Chlor zieht Besucher aus der ganzen Region an.

Im Naturfreibad fängt der Urlaub vor der Haustüre an. Das Bad im Grünen und ohne Chlor zieht Besucher aus der ganzen Region an.

Foto: Köhlen, Stephan (teph)

Ehrenamt: Ob Schützen, Tafel, Bürgerbus, Stadtteilzentren – ohne Ehrenamtliche würde Mettmann nicht funktionieren.

Feuerwehr: Auch hier arbeiten Profis mit Freiwilligen zusammen, die sich in ihrer Freizeit für andere einsetzen. Am Peckhaus soll die Wehr eine neue Wache bekommen.

Glasfaser: Internet in Lichtgeschwindigkeit brachte zunächst die Telekom nach Mettmann. Zurzeit ist die Deutsche Glasfaser aktiv. Nach dem Ausbau in Metzkausen und Obschwarzbach sollen die Gebiete südlich der Kirchendelle sowie in Mettmann-West, das Gebiet Karpendelle sowie entlang des Düsselrings mit den Flussstraßen, dem Quantenberg bis zur Vogelsiedlung folgen.

Halle: Es war einmal eine Stadthalle, die der Volksmund „Laubfroschoper“ nannte. Weil sie grün ist. Seit mehr als zwei Jahren ist der Bau geschlossen. Was aus ihm werden soll, wird just mit Bürgern beraten: Abriss oder neues Leben?

 Unter den Besuchern heißt er nur: „Mr. N“. Die Überreste des Neandertalers als Urahn des Homo Sapiens wurde im Neandertal entdeckt. Heute gehört ihm hier ein ganzes Museum.

Unter den Besuchern heißt er nur: „Mr. N“. Die Überreste des Neandertalers als Urahn des Homo Sapiens wurde im Neandertal entdeckt. Heute gehört ihm hier ein ganzes Museum.

Foto: Köhlen, Stephan (teph)

Innenstadt: Ohne den inhabergeführten Einzelhandel pulsiert kein Zentrum. Doch die Online-Konkurrenz ist hart. Mit der Hilfe staatlicher Förderung sollen Leerstände vermieden werden.

Jubiläumsplatz: Der Jubiläumsplatz ist nicht irgendein Flecken im Herzen der Kreisstadt. Hier ist zwei Mal wöchentlich Wochenmarkt. Der heutige „Jubi“, wie er liebevoll heißt, wurde einst ehrfurchtsvoll Jahrtausendplatz genannt. Mit der 1000-Jahr-Feier im Jahr 1904 erfolgte die Umbenennung.

Kulturvilla Mettmann: Sie ist die gute Stube der Stadt – und immer für eine Überraschung gut. Hier gibt es außergewöhnliche Konzerte, Theater, Tanz. Und jeweils eine Nachmittagsveranstaltung für Kinder. 

Land: Mettmann liegt in einem engen Tal. Und ist dicht besiedelt. Dass die Stadt 13,6 Hektar Land erwerben kann, war deshalb eine gute Nachricht. Nun wird nach der Balance gesucht zwischen Umwelt, Anwohnern und neuen Chancen.

Auf dem Jubiläumsplatz ist mittwochs und samstags Wochenmarkt. Neben frischem Obst und Gemüse gibt es hier die neusten Nachrichten.

Auf dem Jubiläumsplatz ist mittwochs und samstags Wochenmarkt. Neben frischem Obst und Gemüse gibt es hier die neusten Nachrichten.

Foto: Köhlen, Stephan (teph)

Museen: Das Neanderthal Museum ist ein international bekannter Anziehungspunkt. Es liegt nahe der Stelle, an der Arbeiter Knochen und Schädel unseres Vorfahrens fanden. Seit August 1995 beherbergt die Alte Bürgermeisterei im historischen Kern der Stadt Mettmann auch das Stadtgeschichtshaus. Auf drei Etagen erfahren Besucher Details aus der mehr als tausendjährigen Stadtgeschichte.

Neandertal: Welch ein Luxus für eine Stadt: Durch grüne Natur erreichen Besucher Mettmann. Im Tal treffen sich Wanderer, Sportler und Naturfreunde.

Oberstadt: Die historische Oberstadt liegt rings um die im 12. Jahrhundert erbaute Lambertuskirche. Viele kleine Gassen und historische Häuser strahlen ein fast schon mittelalterliches Flair aus. Die liebevoll geführten Cafés und Restaurants der historischen Oberstadt laden zum Verweilen ein.

Pendler: Pendler haben in Mettmann ihren eigenen Gleisanschluss: Die Regionalbahn S28 bringt sie nach Wuppertal oder Düsseldorf oder weiter bis Kaarst. Und abends wieder nach Hause. 

Qualifikation: Mettmann bietet Familien fünf Grundschulen, zwei Gymnasien, eine Gesamtschule im Aufbau, eine auslaufende Realschule, ein Berufskolleg und die Fachhochschule der Wirtschaft.

Religion: Neben der katholischen und der evangelischen Kirche gibt es die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde, die Christliche Versammlung, die Christlich-Freikirchliche Gemeinde, die Adventistengemeinde, die Neuapostolische Kirche, die Internationale Evangelische Gemeinde Mettmann, Jehovas Zeugen und die Moschee-Gemeinde.

Stadtwald: Nördlich der Eisenbahngleise liegt der Stadtwald, wo sich der Mettmanner Bach zum Goldberger Teich aufstaut. Der Mettmanner Bach entspringt bei Wülfrath und mündet nach zehn Kilometern nahe des Neanderthal Museums in die Düssel. Der Stadtwald Mettmann mit seinen Spazierwegen lädt zum Entschleunigen ein.

Theater: An der Poststraße schlummert das alte Königshoftheater. Der große Saal fasste bis zu 1000 Menschen. Nachdem am 18. Oktober 1978 der letzte Kinofilm von der Spule gelaufen war, gab es noch gelegentlich Theatervorstellungen. Am 24. April 1982 war nach dem Auftritt des Bielefelder Kinderchores auch damit endgültig Schluss.

Umrunden: Rings um Mettmann locken Felder, Wiesen, Bäche und Wälder förmlich dazu, die Stadt im Grünen zu umrunden. Im Internet gibt es zahlreiche Wandervorschläge – zu Fuß oder per Rad.

Veranstaltungen: Eine feste Abfolge gut besuchter Events zeichnet Mettmann aus. Zurzeit sucht die Stadt einen Kulturmanager. 

Wasser: Das Naturfreibad Mettmann ist ein Anziehungspunkt für die gesamte Region. Denn hier ist das Badevergnügen weder eingekachelt noch gechlort. Im Juni 2004 begann in der Kreisstadt Mettmann eine neue Ära des sommerlichen Badevergnügens. Inmitten des Stadtwaldes, umringt von einem alten Baumbestand und dem Mettmanner Bach, entstand aus dem alten Freibad ein modernes, nach ökologischen Gesichtspunkten konzipiertes Bad.

X-Mas: Alljährlich an Weihnachten sieht es so aus, als würden sich die Weihnachtsbäume in Mettmann versammeln. Rund 40 Bäume werden von Kitas und Schulklassen geschmückt. Die Stadt leuchtet in der Adventszeit.

Y – steht als Platzhalter für die Zukunft der Stadt Mettmann.

Z – genauer, die Generation Z soll die nächsten Kapitel der Stadtgeschichte schreiben. DNE

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