Mettmann: Vom Friseur zum Künstler

Mettmann : Mettmanner tauscht Friseurschere mit dem Pinsel

Hauptberuflich ist Hans-Peter Dillenberg Friseurmeister, doch der Autodidakt hat sich auch die Malerei beigebracht.

(arue) Der Mettmanner Künstler Hans-Peter Dillenberg zeigt in einer sehenswerten Ausstellung, womit er sich am liebsten beschäftigt, wenn er gerade einmal nicht in seinem Friseursalon steht: die Malerei. Zu sehen sind seine figurativen wie abstrakten Werke noch bis Ende Mai in der Kundenhalle der Mettmanner Kreissparkassen-Filialdirektion auf dem Jubiläumsplatz.

Erst kürzlich diente die Kundenhalle noch als Konzertsaal für die Musikschule, nun verwandelt sie sich in eine Galerie: Der Mettmanner Hans-Peter Dillenberg, eigentlich Friseurmeister mit Salon an der Eichstraße, hat vor viereinhalb Jahren die Malerei für sich entdeckt. Stellte Dillenberg anfänglich noch im eigenen Salon aus, folgte im September 2017 eine Ausstellung in der Goldberger Mühle. Die Mitgliedschaft im Kunsthaus Mettmann ermöglichte dem bekennenden Autodidakten die Teilnahmen an Mitgliederausstellungen 2018 und 2019. Nach einer viel beachteten Ausstellung im Carpe Diem fragte Dillenberg auch bei der Kreissparkasse Düsseldorf an: „Wir freuen uns, wenn wir heimischen Künstlern eine Plattform bieten können“, sagt Filialdirektor Thomas Döring.

Nun also ist die Kundenhalle frei für 22 Werke aus der Hand von Hans-Peter Dillenberg. „Die Malerei lässt mich nicht mehr los“, bekennt der gebürtige Mettmanner. Sein Bruder Wolfgang machte es ihm schon seit einigen Jahren vor; im November 2014 entdeckte dann auch Hans-Peter Dillenberg seine Leidenschaft für Zeichnen und Malen. Seitdem steht er in jeder freien Minute an der Staffelei und „taucht in andere Welten ein, um vom Alltag abzuschalten“. Dass er Talent hat, bescheinigen ihm viele, die seine Bilder gesehen haben. Was man ihnen jedoch nicht ansieht, ist die Herkunft von Dillenbergs Fähigkeiten: „Ich nutze überwiegend das Internet, Kanäle wie Youtube, um mir mein technisches Rüstzeug zu holen“, bekennt er. Bei Techniken und Materialien ist Dillenberg nicht festgelegt. Vielmehr experimentiert er gerne, ist offen für Neues: Anfänglich arbeitete Dillenberg noch mit Kohle und Pastellkreide, dann mit Acryl und Gouache. Aktuell sind es vor allem Ölfarben, die er für seine Werke verwendet. „Wohin die Reise geht, weiß ich nicht“, bekennt der Künstler. Eins seiner wichtigsten Ziele aber sei für ihn, sich weiterzuentwickeln und möglichst vielen Menschen seine Kunst zeigen zu dürfen. Diese Chance hat er jetzt in der Kreissparkasse.

Die Ausstellung ist bis zum 31. Mai während der Geschäftszeiten der Kreissparkasse zu sehen: Montag bis Mittwoch und Freitag, jeweils 8.30 bis 16 Uhr, sowie Donnerstag 8.30 bis 18 Uhr.

(arue)
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