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Mettmann: Steinzeitspielplatz öffnet Ende Juni 2020

Spaß und Vergnügen im Neandertal : Steinzeitspielplatz öffnet Ende Juni

Noch vor den Sommerferien ist der Start für den Steinzeitspielplatz gegenüber dem Neanderthal Museums geplant. Corona-bedingt wird allerdings der Ansturm zur Einweihung begrenzt werden müssen.

Sehnsüchtig wird sie erwartet, die Eröffnung des Abenteuerspielplatzes im Neandertal. Bekanntermaßen entsteht vis-a-vis dem berühmten Museums jetzt ein thematisch korrespondierender Steinzeitspielplatz. „Der Eröffnung steht nichts entgegen“, sagt Daniela Hitzemann aus dem Presseteam des Landrats.

Sie muss es wissen, denn jetzt gab es grünes Licht von behördlicher Seite: „Der TÜV ist da gewesen“, berichtet sie. Jener Technischer Überwachungsverein vergibt keinen Brief und kein Siegel, aber alle Spielgeräte, die fertig sind, werden abgenommen. Und alles, was auf dem weitläufigen Areal an silbrigen Rutschen, Schaukeln und Co. zu sehen ist, fand das Plazet der Behörde. Übrigens ist dieses Prozedere so etwas wie eine Bauabnahme, also eine interne Angelegenheit zwischen Bauherrn und TÜV.

„Es sind Nachbesserungsarbeiten nötig“, nicht aufgrund von Fehlerhaftigkeit – sondern weil beispielsweise noch die Umzäunung fertiggestellt werden muss oder an einer Art steinzeitlichem Kletterfelsen ein paar Kanten antroposophisch abgerundet werden. So weit, so himmlisch – denn Herrscharen von Kindern träumen davon, eine der Schaukeln zu entern und sich als König der Lüfte dem Himmel entgegen zu schwingen.

„Noch darf niemand den Spielplatz stürmen“, bremst Daniela Hitzemann aus. Denn die durch die Corona-Pandemie bedingten Auflagen erlauben nur eine begrenzte Nutzerzahl. Und auch die Mega-Party zur Einweihung ist auf Eis gelegt. „Es war ursprünglich ein Event geplant“, an dem alle Beteiligten, die geplant und umgesetzt, aber auch aus Politik und Gesellschaft, Museum, Stiftung und Förderverein beteiligt waren, miteinander feiern sollten.

Nun wird „die Eröffnung in deutlich kleinerem Rahmen gefeiert“. Die nächste Herausforderung wird dann mutmaßlich der Beginn der Sommerferien und der damit einhergehende – befürchtete – Ansturm von zu Hause verbleibender Kinder sein. „Die Frage ist: Wie steuern wir den Ansturm?“

Als bespielbarer Traum für Kinder und Teenager entsteht im Neandertal ein Abenteuerspielplatz, auf dem sich Verbindungen zu Urzeit und Neandertaler knüpfen lassen. „Hauptsächlich verarbeiten wir das Material Holz“, erklärt Bauleiter Marvin Bückmann – und das nicht zu knapp. Für die Jüngsten bis zum sechsten Lebensjahr entsteht eine entsprechende Fläche als so genannte Treibholzlandschaft – mit Zitterbalken und Wasser. Die Kinder können sich nicht nur austoben, sie können auch mit allen Sinnen erleben.

Insgesamt vier Millionen Euro werden seit dem ersten Spatenstich im September 2018 im Museumsumfeld verbaut. Mit 930.000 Euro bezuschusst das Land NRW das Projekt mit Fördermitteln. Nicht nur der imposante Steinzeitspielplatz – die Schaukeln müssen noch eingehängt werden, die sechs mal drei Meter messende Bärenhöhle wird derzeit fertiggestellt und aus einem Steinhaufen wird ein mit Spritzbeton ummantelter und kleinen Grifftaschen versehener Kletterturm – entsteht auf 2250 Quadratmetern, weitere Bäume werden gepflanzt und drei Brücken dienen als Wegführung.