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Mettmann: Polizei berichtet von ersten alkoholbedingten Ausfällen

Altweiber : Polizei berichtet von ersten alkoholbedingten Ausfällen

Verstärkte Alkoholkontrollen gibt es vor allem in der Nacht von Donnerstag (Altweiber) auf Freitag. In Ratingen gab es bereits Platzverweise.

(arue) Bis in den späten Nachmittag hinein ist der Kreispolizei Mettmann noch kein Alkoholsünder am Steuer ins Netz gegangen. Das berichtete der Sprecher der Polizei, Ulrich Löhe, gegen 16 Uhr auf Nachfrage unserer Redaktion. Er rechnet jedoch nicht damit, dass es dabei bleiben wird: Vor allem in der Nacht von Donnerstag (Altweiber) auf Freitag werde die Polizei verstärkt kontrollieren und dabei sicherlich auch wieder angetrunkene Autofahrer antreffen.

Tatsächlich hatte die Polizei in Ratingen bereits mit alkoholbedingten Auswüchsen zu tun – nicht am Steuer, sondern unter freiem Himmel: Während der Altweiber-Feier dort gab es mehrere Platzverweise. Ein Betrunkener wurde den Beamten gegenüber renitent und schläft sich seinen Rausch jetzt in der Ausnüchterungszelle aus. Ein anderer ist angetrunken über einen Pfosten gestolpert und hat sich verletzt. Alkohohlbedingte Autounfälle gab es indes noch nicht.

Für die Karnevalszeit hat die Kreispolizei Mettmann verstärkte Kontrollen angekündigt. „Dabei geht es nicht nur um Alkohol, sondern auch um illegale Drogen“, erläutert Löhe. Denn bekannt sei, dass sich Frauen und Männer auch unter dem Einfluss von Amphetaminen ans Steuer setzen – Drogen, die passend zur Party-Zeit wach halten und aufputschen. Löhe verweist auf Zahlen aus NRW, die am Donnerstag veröffentlicht wurden: Demnach gab es während der Karnevalszeit im vergangenen Jahr 97 alkoholbedingte Unfälle mit einem Toten und 22 Verletzten. 29.000 Fahrzeuge wurden kontrolliert, 173 Fahrer verloren dabei ihren Führerschein. Um Unfälle mit tragischem Ausgang zu vermeiden, „wollen wir alkoholisierte Fahrer aus dem Verkehr ziehen, bevor es zu Unfällen kommt“, betont Löhe. In diesem Zusammenhang appelliert Löhe insbesondere an Fahranfänger, auf Alkohol zu verzichten: „Für sie gilt die 0,0-Promille-Grenze, das heißt, sie dürfen keinen Alkohol trinken“, warnt er. Wer dennoch unter Alkoholeinfluss am Steuer erwischt werde, müsse mit einem Bußgeld zwischen 100 und 1500 Euro rechnen, hinzu kommen zwei Punkte in Flensburg und die Verlängerung der Probezeit um zwei Jahre. Außerdem müssen die jungen Fahrer ein Aufbauseminar absolvieren.