Mettmann: „Omas gegen rechts“ erweitern ihren Aktionsradius

Mettmann/Hilden : „Omas gegen rechts“ erweitern ihren Radius

Der Aufmarsch rechter Kräfte in Mettmann war Geburtsstunde der Gruppe.

Der rechtsgerichtete Aufmarsch in Mettmann im März hat viele schockiert und zu Gegenprotesten geführt. Eine davon: die Regionalgruppe „Omas gegen rechts – Kreis Mettmann“. Sie hatte sich zunächst in Mettmann gegründet. Jetzt aber weitet sie ihren Aktionsradius aus: Am vergangenen Wochenende informierten die Mitglieder auch in Hilden über ihre Aktivitäten.

Die Gruppe will ein Zeichen gegen Rassismus im Kreis Mettmann setzen und engagiert sich für Demokratie und Menschenwürde, für Gleichberechtigung und ein sozial gerechtes Miteinander. Dabei dürfen nicht nur Omas, sondern alle mitmachen. Es gehe um eine gemeinsame starke Stimme für die Zukunft nachfolgender Generationen. „Denn vielleicht werden die Kinder und Enkelkinder eines Tages fragen: Was habt ihr getan?“, merkt Veronika John-Wickel an.

Heike Linnert ist eine „Oma gegen Rechts“ aus Mettmann. Foto: Alexandra Rüttgen. Foto: Alexandra Rüttgen

Gegründet wurden die „Omas gegen Rechts“ in Deutschland Anfang 2018. Es ist eine zivilgesellschaftliche überparteiliche Initiative, die sich in den politischen Diskurs einmischen will.

Die „Omas gegen rechts“ setzen sich für eine demokratische, rechtsstaatlich organisierte, freie Gesellschaft ein und treten faschistischen Tendenzen, Fremdenfeindlichkeit, der Ausgrenzung Behinderter, alter Menschen und Ausländer entgegen, wenden sich gegen Rassismus, Frauenfeindlichkeit und Sozialabbau. Inzwischen haben sich bereits rund 50 Regionalgruppen in Deutschland gegründet.

Als erste Aktvität setzte die neue Regionalgruppe in Hildens Fußgängerzone mit der Aktion „Politik mit Herz“ ein Zeichen für ein buntes, weltoffenes Miteinander. Weitere Aktionen sind in Planung.

So werden zum 70. Geburtstag unserer Verfassung in Kürze 70 Exemplare des Grundgesetzes in Mettmann verteilt.

(dts)
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