Mettmann: Oldtimer auf großer Fahrt

Mettmann: Stilecht unterwegs mit Bentley und Kappe

Im Minutentakt schickte Axel Speck, Vorsitzender des Mettmanner Automobilclubs, am Samstag Oldtimer auf eine rund 130 Kilometer lange Reise durch das Bergische Land. Start und Ziel war der Mettmanner Marktplatz.

Als Albrecht Müller und seine Frau mit der Startnummer „8“ und ihrem Westfield-Cabrio an der Reihe sind, gibt es einen kurzen Regenschauer. Und weil der Lotus Super Seven kein Verdeck hat, spannt Albrecht Müller kurzerhand den Schirm auf. Improvisieren ist bei den alten Schätzchen angesagt - aber trotzdem machen die Ausfahrten „einfach Spaß“, erzählt Müller: Zeit für die „Histo-Neandertal“: Die Fahrer von 51 Oldtimern begaben sich am Wochenende auf einen Ausflug durch das Bergische Land. Und auch die Mettmanner hatten etwas davon, war doch Start und Ziel der Mettmanner Marktplatz. Hier konnten Oldtimer-Begeisterte die Wagen bestaunen und mit ihren Besitzern fachsimpeln.

„Es ist eine historische Ausfahrt mit sportlicher Note“, erläuterte Axel Speck. Es gehe nicht nur um Geschwindigkeit, sondern auch um den Spaß an der Sache. „Die alten Autos müssen bewegt werden, sonst hält die Batterie nicht lange“, weiß der Bürgermeister aus Erfahrung. Er selbst besitzt einen 37 Jahre alten VW „Iltis“, und auch er hat schon an der Ausfahrt teilgenommen.

Ronald Althoff und sein Sohn Jonas aus Meerbusch waren zum ersten Mal dabei. Sie saßen in einem 82 Jahre alten beigen „Bentley-Derby“. Der Clou: Mit ihren Schirmmützen waren die beiden auch stilecht englisch gekleidet.

Auch die BMW-Isetta durfte natürlich nicht fehlen: „Sie ist jetzt 62 Jahre alt, in drei Jahren geht sie in Rente“, erzählte Besitzer Rolf Strullmeier aus Metzkausen. Für ihn und seinen Sohn Christof war kaum ausreichend Platz in dem winzigen Auto. Peter Liesenkloß aus Mettmann fuhr einen „Mercedes-Benz 170“ in Dunkelgrün, der 1951 gebaut wurde. „Es ist ein Auto der ehemaligen Bereitschaftspolizei – ein 170Da-OTP“, erklärte er. Mit einem „Eriba-Puck“-Wohnwagen im Schlepptau sei er damit schon bis nach Finnland gefahren. Die Startnummer 33 – eine Schnapszahl. „Aber trinken tun wir erst nach der Fahrt“, sagte der gut gelaunte Begleiter auf der Rückbank. Irgendwie beruhigend.

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