Geflüchtete in Mettmann Mietvertrag für Traglufthalle gekündigt

Mettmann · Nächster Schritt im juristischen Gerangel um ein 1,3 Millionen Euro teures Ärgernis für Steuerzahler: Die Stadt will nicht noch mehr zahlen müssen.

 Muss für den Gutachter im Beweisverfahren stehen bleiben: Die Traglufthalle, deren Mietvertrag die Stadt gekündigt hat.

Muss für den Gutachter im Beweisverfahren stehen bleiben: Die Traglufthalle, deren Mietvertrag die Stadt gekündigt hat.

Foto: Köhlen, Stephan (teph)

Sie steht auf der Sportanlage „Auf dem Pfennig“ – vor dem Berliner Landgericht geht es für die Stadt Mettmann jedoch um mehr als eine Million Euro: Im September seien die monatlichen Mietzahlungen eingestellt worden, am 21. November hat das Rathaus den Mietvertrag für die aus Sicht der Verwaltung untaugliche Traglufthalle gekündigt. Aus dem Plan, dort Geflüchtete aus der Ukraine unterzubringen, wurde nichts. Der von der Stadt beauftragte Gutachter sagt: Im Sommer erhitze sich die Traglufthalle auf mehr als 30 Grad Celsius. Im Winter sei es nicht möglich, eine Temperatur von 19 Grad am Tag und mindestens 15 Grad in der Nacht zu halten. Der Vermieter sieht das ganz anders und hat ein selbstständiges Beweisverfahren beim Landgericht Berlin beantragt.