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Mettmann Kinderfest zum Weltkindertag

Mettmanner Kinderfest : Großer Spaß für kleine Leute

Beim Kinderfest zum Weltkindertag am 20. September gab es nicht nur Vorführungen zum Zuschauen, sondern viel zum Mitmachen. Die Pfadfinder erleben derzeit einen regelrechten Boom: Sie führen Wartelisten.

Feuer hat eine magische Anziehungskraft und weil das so ist, sind die Pfadfinder klar im Vorteil: Rund um ihr Lagerfeuer auf dem Kinderfest am Königshof scharen sich die Kinder. und rösten an langen Stöcken über der Flamme ihr Stockbrot. „Wildnis, Feuer, Zelten, das sind genau die Gründe, warum wir so viel Zulauf haben“, erklärt Antonia Wille, Vorstandsmitglied bei der deutschen Pfadfindergemeinschaft St. Georg Stamm Mettmann. „Wir haben Wartelisten für die einzelnen Altersgruppen, aber zum Schnuppern sind natürlich alle immer herzlich eingeladen.“

Einige Meter weiter reitet ein kleines Mädchen ziemlich wild auf einem Rollpferd aus Plüsch, es ist schwarz mit weißer Blesse, es ist gar nicht so einfach, niemanden der vielen Besucher umzufahren. „Vorsicht“, ruft Astrid Friedrich-Winzen, die den „Reitstall“ mit den vielen verschieden farbigen Plüschpferden betreut und widmet sich dann einem Jungen, der sich gerne ein hellbraunes Rollpony ausleihen möchte. Gemeinsam mit ihrem Ehemann bildet sie nicht Pferde, sondern Hunde und ihre Besitzer aus: für tiergestützte Projekte in Kindergärten oder Schulen.

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„Das fängt damit an, dass wir den Menschen, die ja in der Regel pädagogisch arbeiten, beibringen, einen freundlichen, respektvollen Umgang mit den Tieren zu pflegen. Denn dadurch können auch die Kinder nur mit positiver Ansprache in Kontakt mit den Hunden treten und das überträgt sich dann auch auf ihren Umgang untereinander“, erläutert der Mettmanner Hundeausbilder Oliver Friedrich und freut sich ganz offensichtlich über das Interesse an seinen Projekten.

Die Konkurrenz ist an diesem sonnigen Tag groß: Überall locken zahlreiche Mitmachangebote: Die Freizeitwerkstatt Mettmann bietet Nistkästen an, die vor Ort zusammengebaut und angemalt werden können. „Nimm dir besser einen der Kittel hier“, rät Erich Weitzel einem Jungen, der gerade am Maltisch Platz nehmen möchte und noch nicht weiß, ob er grün oder blau als Grundfarbe wählen soll. „Ich nehm blau, dann kommen die Blaumeisen“, entscheidet der Achtjährige dann und lacht.

Das Spielmobil ist da, der Mitmachzirkus bietet verschiedene Aktivitäten an, gerade lassen viele Kinder zusammen ein großes Schwungtuch im Wind flattern, Kegelwerfen, Drehrad, HullaHopp, Torwandschießen, Enten angeln – all das bieten die zahlreichen Stände ihren kleinen Besuchern und dazu jede Menge Infomaterial für die Eltern und andere erwachsene Begleiter: Die „frühen Hilfen“ des Jugendamtes klären über Unterstützung im Kleinkindbereich auf, die „Schülerhilfe“ über Nachhilfeangebote und Schulen und Kindergärten präsentieren ihre besonderen Konzepte.

Auch das Montessori Kinderhaus, eine kleine Kindergarteneinrichtung für Zwei- bis Sechsjährige in formiert in eigener Sache. „Bei uns wird jedes Kind in seinen Eigenarten angenommen, wir arbeiten mit dem, was es uns anbietet“, beschreibt Einrichtungsleiter Philipp Dahlmann die pädagogische Ausrichtung und beobachtet Emilia, 5, und Lilly, 6, die fleißig in einer Kiste Sand sieben. „Ich hab schon ein Sternchen und eine Blume gefunden“, sagt Emilia und zeigt stolz die glitzernden Accessoires in ihrer kleinen Hand, „und gleich geh’ ich aber nochmal auf die Hüpfburg, die finde ich nämlich hier am Allerallertollsten.“