Wege in den Beruf Ausbildungsmarkt kommt kaum in Gang

Mettmann · Sowohl die Kammern als auch die Agentur für Arbeit sind alarmiert: Corona bremst den Berufsstart. In unsicheren Zeiten drehen die jungen Leute lieber eine Extrarunde an der Schule.

 Offene Ausbildungsstellen.

Offene Ausbildungsstellen.

Foto: QUELLE: AGENTUR FÜR ARBEIT METTMANNFOTO: Janicki | GRAFIK: FERL

Das Schweigen der Bewerber macht sie nervös. „Wir wollen nach allen Kräften verhindern, dass hier eine Generation Corona entsteht“, sagen Geschäftsführer Wolfgang Mai und Bereichsleiterin Nora Kast von der Agentur für Arbeit Mettmann. Beide registrierten voller Sorge, dass der Ausbildungsmarkt in diesem Pandemie-Jahr mit doppelt angezogener Handbremse fährt. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Ausbildungsstellen um vier Prozent zurückgegangen. Und es haben sich 12,7 Prozent weniger junge Frauen und Männer gemeldet, um nach ihrem Schulabschluss den nächsten Schritt zu tun. Die Botschaft der Arbeits-Agentur klingt beinahe flehentlich: „Nicht warten, jetzt starten!“ Denn alle Experten wissen: Jeder Ausbildungsvertrag, der jetzt nicht zu Stande kommt, vergrößert den Fachkräftemangel in drei, vier, fünf Jahren – sprich dann, wenn die Generation Baby-Boomer in die Rente geht.