Arbeitsschutz im Kreis Mettmann Gewerkschaft macht auf Gefahr durch Sonne aufmerksam

Mettmann · „Lass dich nicht verbrennen“ lautet das Sonnenschutz-Motto der IG Bau zum „Workers‘ Memorial Day“, um so für mehr Sicherheit am Arbeitsplatz zu sorgen.

 Sonnenschutz ist längst ein Top-Thema beim Arbeitsschutz.

Sonnenschutz ist längst ein Top-Thema beim Arbeitsschutz.

Foto: IG Bau

Arbeit ist nicht nur bloß zum Geld verdienen gut, sondern kann auch erfüllend sein. Eines sollte sie aber auf keinen Fall: krank machen. „Genervte Kunden, Zeitdruck und die Montagslaune der Kollegen – im Job läuft nicht immer alles rund. Davon kann wohl jeder ein Lied singen. Und das sind im Kreis Mettmann immerhin rund 258.700 Menschen, die hier einen Arbeitsplatz haben“, sagt Tino Brüning von der IG BAU Düsseldorf. Es sei allerdings wichtig, dass der Alltagsärger im Job nicht krank mache. Überhaupt komme es darauf an, auf die Gesundheit am Arbeitsplatz zu achten.

Deshalb startet die Gewerkschaft einen „Weckruf für mehr Sicherheit im Job“: Am kommenden Sonntag, 28. April, ist der „Workers‘ Memorial Day“ (WMD). Das ist der internationale Gedenktag, um an die Menschen zu erinnern, die der Job krank gemacht hat oder die bei der Arbeit sogar ihr Leben verloren haben. Den Workers‘ Memorial Day hat die IG BAU in diesem Jahr unter ein „Sonnenschutz-Motto“ gestellt: „Lass Dich nicht verbrennen“.

Denn die Sonne ist für viele, die draußen arbeiten, auch eine Gefahr. „Klar, Fassadenreiniger, Gerüstbauer und Dachdecker leben gefährlich, was die Sturzgefahr angeht. Und trotzdem gibt es auch versteckte Gefahren am Arbeitsplatz, die man nicht gleich auf dem Schirm hat: die Sonne zum Beispiel“, warnt Tino Brüning. UV-Strahlung und Hitze würden fast immer unterschätzt. Das kann Folgen haben: vom Hautkrebs bis zum Kreislaufkollaps.

Es gibt viele, die einen sogenannten „Sonnen-Job“ haben und viel draußen sind. Und sie sollten sich schützen. Zwar erinnert das aktuelle April-Wetter wenig daran, dennoch steigt mit den nun immer wärmer werdenden Tagen auch die Gefahr durch die Sonne. „Deshalb ist es wichtig, auf Warnsignale zu achten. Dazu gehören Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Müdigkeit, übermäßiger Durst und Krämpfe. Aber auch Unruhe, Aggressivität und Verwirrtheit“, erklärt Brüning. Schatten durch Sonnensegel und regelmäßige Pausen seien wichtig. Vor allem aber auch intensives Eincremen mit Sonnenmilch und regelmäßiges Trinken. Empfohlen sind bis fünf Liter Wasser an Sonnentagen.

(am)
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