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Mettmann: Hephata Stiftung verkauft große Teile des Benninghofs

Mettmann : Hephata Stiftung verkauft große Teile des Benninghofs

Ein Immobilienmakler plant dort eine große Pflegeeinrichtung und will das denkmalgeschützte Gebäude restaurieren. Die Gärtnerei bleibt bestehen.

Die Evangelische Stiftung Hephata hat das denkmalgeschützte Haupthaus des Benninghofs sowie einige umliegende Gebäude und Flächen an die neu gegründete Benninghofer Weg Residenz GmbH veräußert. Damit sei nach Jahren des Leerstandes eine gute Lösung für die Zukunft des historisch bedeutsamen Gebäudekomplexes gefunden, sagt der Vorstand der Hephata.

Hinter der „Benninghofer Weg Residenz GmbH“ steht Immobilienentwickler Andreas Pawlowski. Er plant die umfassende Sanierung des Gebäudebestandes. Vorgesehen sind: Stationäre, tages- und gerätegebundene Pflege, Demenzabteilung, Kindertagespflege, Pflegeschulungszentrum und Unterbringungsmöglichkeiten für Angehörige, Besucher und Ärzte. „Wir haben die gesamte Fläche inklusive Haupthaus, ehemalige Kantine, Reihenhäuser, Landwirtschaft und Wirtschaftsgebäude veräußert. Das sind rund 75.000 Quadratmeter“, sagt Hephata-Vorstand Klaus-Dieter Tichy. Andreas Pawlowski ist unter anderem Geschäftsführer der AP Tectum Bau GmbH in Düsseldorf und verfügt laut Hephata über Erfahrungen bei der Entwicklung denkmalgeschützter Immobilien.

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Für Hephata, deren Stiftungszweck auf die Betreuung von Menschen mit Behinderung beschränkt ist, ist das Großgebäude seit vielen Jahren schon nicht mehr nutzbar. Alle Versuche, das historische Gebäude anderweitig zu nutzen, scheiterten bislang am Baurecht. Es besteht laut Flächennutzungsplan die Möglichkeit, im Benninghof eine Pflegeeinrichtung zu etablieren. Der Plan, dort eine Unterkunft für Flüchtlinge einzurichten, scheitere ebenfalls. „Wir freuen uns sehr, einen Investor gefunden zu haben, dessen Vorstellungen mit dem geltenden Baurecht ganz offensichtlich kompatibel sind. Hier ergibt sich die Aussicht auf eine gute Nachbarschaft zu den Arbeitsbereichen, mit denen Hephata auch weiterhin an diesem Standort vertreten sein wird,“ sagt Vorstand Tichy.

Laut Auskunft von Hephata-Vorstand Christian Dopheide sind die Gärtnerei, die Hans-Helmich Schule, die Hephata-Werkstätten, sowie spezielle Angebote für Jugendliche vom aktuellen Verkauf nicht betroffen. Alle diese Einrichtungen arbeiten weiter.