Die neue „Medamana“ der Aulen Mettmanner ist erschienen Warum eine Mauer zu den Freiheitsrechten gehörte

Mettmann · Die Verleihung der Freiheitsrechte vor 600 Jahren war ein großer Schritt für Mettmann. Aber warum ist damit der Bau einer Stadtmauer eng verbunden. Das steht in der neuen „Medamana“ der Aulen Mettmanner.

 So war es 2015: Archäologin Kerstin Lehmann mit einem freigelegten Teil der alten Stadtmauer Mettmanns auf der Freiheitstraße.

So war es 2015: Archäologin Kerstin Lehmann mit einem freigelegten Teil der alten Stadtmauer Mettmanns auf der Freiheitstraße.

Foto: Janicki, Dietrich (jd-)

Die neue Medamana ist erschienen. Die Zeitschrift der Aulen Mettmanner berichtet seit 70 Jahren über Traditionen, Stadthistorie und die aktuelle Stadtentwicklung. In diesem Jahr jährt sich die „Verleihung der Freiheitsrechte“ an Mettmann zum 600. Mal. Zum Jubiläum widmen sich die diesjährigen Ausgaben mit einer Artikelserie dem Thema.

Nachdem die ehemalige Stadtarchivarin Gudrun Wolfertz in der März-Ausgabe über die Bedeutung der Freiheitsrechte schrieb, thematisiert sie nun die Stadtmauer. Ihr Bau vor 600 Jahren war mit der „Freiheit“ verbunden. Was bedeutete es, entweder innerhalb oder eben außerhalb der Stadtmauer zu leben? Wo kann man heute noch Reste der Mauer sehen? Wie viele Stadttore gab es und was ist mit den einzelnen Mauersteinen geschehen, nachdem die Stadtbefestigung nicht mehr gebraucht wurde?

Bei Grabungen zur Erneuerung der Fußgängerzone in den Jahren 2015/2016 fanden sich tief im Boden liegende Fundamentreste der Stadtmauer, erstaunlicherweise an anderer Stelle als bis dahin vermutet. Gastautor Peter B. Feuser erinnert mit alten Fotografien daran, mit welchem Aufwand die Mettmanner vergangene Stadtjubiläen feierten. Der Experte für Philatelie und Numismatik wird in der nächsten Ausgabe Abbildungen von Sonderbriefmarken und -Münzen aus seinem Fundus präsentieren.

Neben der Verleihung der Freiheitsrechte gibt es ein weiteres Jubiläum zu feiern. Die Städtepartnerschaft mit dem französischen Laval wurde vor 50 Jahren besiegelt. Die Medamana berichtet über den Besuch einer Mettmanner Delegation nebst Stadtorchester in Laval Ende vergangenen Jahres.

Natürlich bildet die Medamana die Aktivitäten der Aulen Mettmanner ab. Sie pflegen die Mettmanner Mundart, traditionelle Veranstaltungen wie das Schmücken des Osterbaums oder das Eierkippen zu Ostern. Ein Besuch des Landtags in Düsseldorf stand ebenso auf der Agenda wie die traditionelle Himmelfahrtswanderung.

Ganz aktiv sind die Aulen bei der Unterstützung der „Stadtwaldkids“ in Kooperation mit der städtischen Jugendförderung und dem Mehrgenerationenhaus. Hier wurde im März wieder eine Baumpflanzaktion im Stadtwald durchgeführt. Und nicht zu vergessen, die Stadtführungen durch das historische Mettmann und die Führungen durch das Stadtgeschichtshaus, die von der zweiten Vorsitzenden Anita Schäfer betreut werden.

Abgerundet wird die Zeitschrift mit einem Porträt über Hans-Werner Stahlschmidt, der mit seinem Weinhandel BEA-Weine in 40 Jahren viele Stationen in Mettmann durchschritten und genussvolle Veranstaltungsaktivitäten etabliert hat.

Die 40-seitige Heimatlektüre ist für vier Euro im Stadtgeschichtshaus, Mittelstraße 10, samstags zwischen 10 und 12 Uhr zu erwerben oder man nimmt Kontakt auf unter: info@aulemettmanner.de.

(dne)