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Mettmann: GAstronomen glücklich über Neustart

Essen und Genuss in Mettmann : Gastronomen glücklich über Neustart

Der ganz große Ansturm blieb am ersten Tag bei Mettmanns Gastwirten allerdings aus. Gäste freuen sich, endlich wieder in Stammlokalen trinken und essen zu können – und zwar von Porzellantellern und nicht aus Pappkartons.

Eher verhalten war der Ansturm auf die Mettmanner Restaurants, Kneipen und Cafes nach der mehrwöchigen Corona-Zwangspause.

Dass kein ganz großer Run entstand lag auch daran, dass in der Kreisstadt traditionsgemäß viele Gaststäten montags geschlossen haben. Im „Caffee del Nono“ in der Fußgängerzone saßen aber einige Gäste und freuten sich, dass sie sich endlich wieder in ihrem Stammlokal treffen und ihren Kaffee, Tee oder auch ein Glas Wein zu sich nehmen konnten. Zudem aßen sie ein Stück Kuchen oder andere Leckereien.

„Ich bin richtig froh, dass ich bei meinem Spaziergang durch die Innenstadt wieder einen Anlaufpunkt habe und dort etwas trinken und essen kann“, sagte Klaus Barth. Inhaber Antonio Nicoli war froh, dass er seinen Betrieb endlich wieder öffnen konnte. „Es war schon eine harte Durststrecke, die wir in den vergangenen Wochen durchmachen mussten. Wir haben alles gut vorbereitet, damit die geforderten Abstände eingehalten und andere Auflagen ordnungsgemäß erfüllt werden konnten.“ Für ihn spielt auch die Außengastronomie in Sachen Umsatz eine wichtige Rolle.

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Knapp zwei Stunden vorm Eröffnungstermin um 16.30 Uhr war Jose Alvorez, Inhaber des Steakhauses „Postillion“ auf der Poststraße, mit den letzten Vorbereitungen beschäftigt und blickte der Eröffnung zuversichtlich entgegen. „Ich habe eine Menge Reservierungen in den vergangenen Tagen telefonisch entgegengenommen. Da gehe ich davon aus, dass der Laden gut ausgelastet sein wird, soweit es natürlich die Einschränkungen hinsichtlich der Tischaufstellung und der anderen Auflagen zulassen.“ Viele seiner Stammgäste hätten ihm versichert, dass sie es kaum erwarten können, wieder ein leckeres Steak zu essen, ein Glas Wein zu trinken und die „gemütliche Atmosphäre in unserem Restaurant zu genießen“.

Den zwischenzeitlich eingerichteten Lieferservice möchte der Gastronom auch in Zukunft aufrechterhalten. „Dass wir diesen Lieferservice haben, hat uns zumindest einigen Umsatz gebracht und uns über die gröbsten Verluste hinweg geholfen.“ Für Jose Alvorez ist eines ganz wichtig. „Ich bin froh, dass ich meinen Gästen jetzt wieder Essen auf Porzellantellern servieren kann. Pappkartons kann ich einfach nicht mehr sehen.“

Im Frankenheim am Jubiläumsplatz waren nur wenige Gäste. Friedhelm „Fitty“ Kawohl und Wolfgang Graf saßen mit dem gebührenden Abstand zueinander an einem Tisch und genossen ihr Alt-Bier. Sie unterhielten sich über die Corona-Beschränkungen und waren sich einig, dass bestimmte Auflagen nicht zu vermeiden seien.

„Dass ich aber beim Betreten des Lokals eine Schutzmaske zu tragen habe, während des Essens und Trinkens diese abnehmen kann und beim Hinausgehen wieder anziehen muss, ist mir nicht ganz schlüssig. Es gibt zudem auch andere Auflagen, die nicht einfach nachzuvollziehen sind, wobei der Wirt natürlich nichts dafür kann“, sagte Friedhelm Kawohl. Der 64-Jährige bezeichnete sich augenzwinkernd als nicht immer regelmäßiger Stammgast in dem traditionellen Brauerausschank.