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Mettmann: Fridays for Future organisiert erste kreisübergreifende Demo

Umweltschutz und Nachhaltigkeit : Erste kreisweite Klima-Demo in Mettmann

Zum Zug durch Mettmann riefen die Fridays for Future-Ortsgruppen auf. Etwa 450 Klimaschützer folgten dem Aufruf.

Ihr Ziel ist es, die Umwelt nachhaltig zu schützen und sich für Klimaziele einzusetzen: Damit diese Ideen noch besser umgesetzt werden können, als es im vergangenen Jahr passierte, fand jetzt die erste kreisübergreifende Fridays for Future-Demo in Mettmann statt. Von Polizeibeamten eskortiert, marschierten etwa 450 FFFler vom Treffpunkt an der S-Bahn-Station in der Stadtmitte zur Kreisverwaltung und zu einer abschließenden Kundgebung zum Jubiläumsplatz.

„Wir wollen laut sein, Lärm machen und den Kreis aufrütteln“, hatte Rahel Bott beim Start kurz nach 15 Uhr gefordert. Sie ist eine der Initiatorinnen der Freitagsaktion. Die 18-jährige Erkratherin ist überzeugt, „in der Politik passiert nicht genug zum Thema. Deshalb müssen wir selbst etwas tun.“ Zusammen mit Annika Steffl aus Mettmann und dem Wülfrather Jan-Niklas Niebisch (beide 17) ist sie sich sicher: „Klimaschutz geht nur gemeinsam“. Alle drei spielen damit nicht allein auf Europa an, „die Bundesebene allein ist nicht genug“, wie die Schüler ausführten. „Wir wollen auch die Mitmachenden der einzelnen Ortsgruppen besser vernetzen.“ Durch diese Synergien kann „von den Errungenschaften anderer profitiert werden“, wie Jan-Niklas Niebisch ausführte. „Die Zusammenarbeit ermöglicht es, große Zeichen zu setzen“, ist sich Annika Steffl sicher. Denn es reiche nicht mehr, nur Klimapäckchen zu schnüren, „wir brauchen ein ganz großes Klimapaket und einen Handlungsplan von der Regierung und den Kommunen und Kreisen“.

Dem miesen Wetter – Dauerregen durchweichte die Demonstranten – und dem nicht ganz glücklich gewählten Termin – noch sind Schulferien – zum Trotz marschierten die Jugendlichen quer durch die Stadt. Gesungen wurden politische Texte zu bekannten Melodien, in denen die Klimawende gefordert wurde oder die wie John Lennons zeitloses „Imagine“ eine bessere Welt beschreiben. Umhüllt von wehenden Fahnen, auf denen Slogans wie „Wir streiken bis ihr handelt“ zu lesen waren, waren die Demonstranten unterwegs.

Mit auf den Weg machten sich nicht nur junge Leute, die hinter Galionsfigur Greta Thunberg ja als Begründer der FFF-Bewegung gelten. Zu sehen waren auch Leute aus der Eltern- oder Großelterngeneration. So hatte beispielsweise ein Langenfelder auf sein T-Shirt die Forderung nach „Gratis-ÖPNV“ in seiner Stadt notiert. Reifere Damen trugen launisch beschriftete Pappschilder, auf denen ein Kohle-Stopp bei Flügen, Kreuzfahrten und Autos gefordert wurde, und ein Mann formulierte kurz und bündig: „Klimaidioten abwählen. Power to the Fridays“.

Erkratherin Rahel Bott (18), Wülfrather Jan-Niklas Niebisch (17) und Annika Steffl (17) aus Mettmann luden zur FFF-Demo ein. Foto: Valeska von Dolega
„Klimaidioten abwählen“, fordert dieser Fridays for Future-Demonstrant auf seinem selbst gestalteten Plakat. Foto: Valeska von Dolega

Die FFFler machen nicht nur mobil, sondern versuchen im Alltag klimafreundlich zu sein. „Ich bin nur mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs“, erklärte etwa Rahel Bott. Verpackungsmüll versucht sie ebenso zu vermeiden wie ihren Fleischkonsum zu minimieren. Und Strom- oder Wasser zu sparen, ist „total normal“.