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Mettmann: Frank Eigelshofen fährt sechs Wochen für karitativen Zweck Rad

Trotz Corona-Krise Radtour für karitativen Zweck : Polizeihauptkommissar auf großer Tour

Frank Eigelshofen radelt für den guten Zweck. In Zeiten von Corona führt die Route aber nicht durch europäische Länder, sondern durch Nordrhein-Westfalen. Clou: Alle 25 bis 30 Touren stehen unter einem Motto.

4800 Kilometer hat er in den vergangenen Wochen auf seinem Fahrrad erstrampelt. Die Höhenmeter hat er nicht gezählt. Und das ist bloß der Anfang, „das sind Trainingskilometer“, winkt Frank Eigelshofen ab. Die Übung braucht er für die „große Radtour“. Startschuss ist Pfingstmontag, Dauer sind sechs Wochen – den kompletten Sommerurlaub, den der Polizeihauptkommissar hat.

„Corona hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht“, denn die Route führt nicht am Stück durch Österreich und andere europäische Länder. „Ich habe mich schon vor der jetzt wieder verlängerten Reisewarnung dazu entschieden, in Deutschland zu bleiben.“ Und nicht nur das – den Großteil seiner Kilometer, die er alle für den guten Zweck zurücklegen will, will er in Nordrhein-Westfalen absolvieren. Aus „vielen Tagesetappen“ komponiert er nun sein Vorhaben, je nach Wetterlage als reine Tagestour oder mehrtägigen Ausflug.

Der Clou: Alle 25 bis 30 Radtouren sollen unter einem bestimmten Motto stehen, „und da können sich alle einbringen“. Beispielhaft könnte es zu Fußballstadien der Region gehen, „Viva Colonia“ führt in die Domstadt, mit „Furtuna“ ins schönste Dorf am Rhein. Auch im Programm sind „Zwölf Städte, ein Kreis“, „und wer weiß, was noch alles dazu kommt“.

Obwohl die umliegenden Routen auch Hausstrecken als Übungseinheiten sind, freut er sich auf die Etappen. „Im Bergischen Land mit den höchsten Erhebungen als zusammenhängende Fahrt war ich noch nie.“ Nicht nur sportlich will der 58-Jährige dokumentieren – in Netzwerken wie WhatsApp postet er quasi Beweisfotos –, auch kulturell will er vor Ort recherchieren, also in Remscheids Röntgenmuseum eine Stippvisite machen ebenso wie im Solinger Klingenmuseum. Kleine Anekdoten und große Geschichten will er so zusammentragen.

„In NRW gibt es wirklich was zu sehen“, macht er Reklame für Urlaub vor der eigenen Haustür. Und freut sich auf „neue Entdeckungen wie die vier-Seen-Runde in der Nähe von Essen, eine „drei-Flüsse-Tour am Niederrhein“ oder auch „Steine und Mehr“ im Sauerland.

„Meine tägliche Strecke ist ins Büro und zurück“, erzählt er fröhlich. Jetzt, kurz vorm Beginn seiner Sommertour, „langsam werde ich aufgeregter“, will er auch „die 200 Kilometermarke knacken“.

Das 2019 neu erworbene Fahrrad hat sich bewährt. „Das passt. Es ist für mich genial. Jeden Cent, den es gekostet hat, ist es wert.“ Extra ausgestattet mit allerlei Gestänge kann auf der Rennmaschine auch Equipment vom Zelt bis Spirituskocher transportiert werden.

„Bei den Tagesetappen freue ich mich auf das Abendbrot mit meiner Frau Martina“, erzählt er. Ist er mehrtägig unterwegs, „bruzzle ich selbst. Darauf freue ich mich auch.“

„Ich habe mich in Absprache mit dem Vorstand des PSV Mettmann und den ,Großspendern’ bewusst gegen eine vollständige Absage entschieden, denn die durch Lichtblicke unterstützen Personen benötigen auch trotz Corona-Pandemie die Unterstützung“, sagt er über das Ziel der ganzen Strampelei. Nämlich für Lichtblicke Geld zu sammeln.