Kirche in Mettmann Evangelische Synode verstärkt Einsatz für den Klimaschutz

Kreis Mettmann · Die Kreissynode will eine Stelle zur Koordination von Klimaschutzmaßnahmen einrichten. Bis 2035 soll Kirche im Kreis treibhausgas-neutral sein.

 Frank Weber ist Superintendent im Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann.

Frank Weber ist Superintendent im Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann.

Foto: Kirchenkreis

(dne) Eines der zentralen Zukunftsthemen des Kirchenkreises und der Kirchengemeinden sowie der Jugendlichen-Synode ist der Klimaschutz. Gerade auch von den Jugendlichen in den Kirchengemeinden wird dies eingefordert. So hat die Kreissynode am Mittwoch mit großer Mehrheit die befristete Bestellung einer Klimaschutzkoordinatorin oder eines Klimaschutzkoordinators beschlossen. Die Synode ist das höchste beschlussfassende Organ des Kirchenkreises und besteht aus rund 90 Abgeordneten.

Im Jahr 2017 wurde ein integriertes Klimaschutzkonzept der Evangelischen Kirche im Rheinland verabschiedet. Weitere Maßnahmen folgten. Die Landessynode 2022 hatte verpflichtende Vorgaben für die Kirchenkreise und die Kirchengemeinden beschlossen. Sie hat sich das Ziel gesetzt, bis 2035 treibhausgasneutral zu werden. Um das zu erreichen, werden Kirchenkreise und Kirchengemeinden verpflichtet, bis spätestens 2027 auf der Grundlage einer Gebäudebedarfsplanung und einer Finanzplanung zu entscheiden, welche Gebäude sie langfristig benötigen und wie die verbleibenden Gebäude treibhausgasneutral umgestaltet werden können.

Die eingesetzte Klimaschutzkoordination hat die Aufgabe, die Kirchengemeinden fachlich und organisatorisch zu unterstützen. Diese Funktion wird von der Bundesregierung gefördert, in der Regel für 48 Monate. Einige der geplanten Aufgaben für die Klimaschutzkoordination sind: die Kirchengemeinden zu Möglichkeiten der Treibhausgasreduktion und Ermittlung einer Treibhaus-Bilanz zu informieren, erarbeitete Maßnahmen zu initiieren und zu begleiten. Auch sollen regionale Akteure und Ansprechpartner vermittelt werden. Und auch die Beratung zur Finanzierung und Durchführung der Fördervorhaben steht auf der To-Do-Liste. „Es ist längst an der Zeit, auch als Kirche aktiv zum Klimaschutz beizutragen“, erläutert Frank Weber, Pfarrer in Haan und Superintendent des Kirchenkreises.

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