Mettmann Erkrath Wülfrath Ratingen In diesem Wochenende ist Musik drin

Tipps : In diesem Wochenende ist Musik drin

Nach so regenreichen, trüben Tagen freut man sich auf farbenfrohe Kultur und trockenen Humor. Hier einige Tipps.

MONHEIM Im Oktober vor 30 Jahren spitzte sich die – am Ende friedliche – Revolution in der DDR zu. In der Monheimer Aula am Berliner Ring gibt es hierzu am Freitag die preisgekrönte Inszenierung „#BerlinBerlin – Von Mauern und Menschen“ der freien Theatergruppe Strahl. Angeboten werden zwei Aufführungen, eine um 10 und eine um 20 Uhr. Das Stück erzählt die Geschichte von Ingo, der am Tag des Mauerbaus geboren wird, seinen Vater aber nie kennenlernt, weil dieser sich entschließt, im Westen zu bleiben, als das SED-Regime die innerdeutsche Grenze abriegelt. Im Westen gründet der Vater eine neue Familie, muss aber ständig mit dem Geheimnis seiner Vergangenheit leben, während sein Sohn in einer völlig anderen Welt groß wird. Als junger Mann hält Ingo es in der Diktatur nicht mehr aus, doch als er nach vielen Schikanen endlich ausreisen darf, fällt die Mauer. Am Entstehungsprozess des Stückes, in dem auch Rockmusik erklingt, waren vier Theaterautoren aus Ost und West, geboren vor und nach der Wende, beteiligt, so dass unterschiedliche Sichtweisen und Erfahrungen darin verarbeitet wurden. Tickets für 14, 17 und 20 Euro gibt’s im Kundencenter der Monheimer Kulturwerke, Monheimer Tor/Rathausplatz, www.monheimer-kulturwerke.de.

In der Monheimer Altstadtkirche, Grabenstraße, bringt Amin Afify am Freitag, 20 Uhr, „Träumereien und außergewöhnliche Gefühle“ – so der Titel des Konzerts – zum Klingen. Der in Köln lebende Sänger und Gitarrist, bekannt aus der TV-Sendung „The Voice of Germany“, versteht es, mit seiner Bühnenpräsenz das Publikum zu berühren. Seine atmosphärischen Pop-Songs, die sich durch tiefgreifende Texte auszeichnen, nehmen die Zuschauer mit in seine Welt der gefühlvollen Geschichten. Nach Monheim kommt Amin Afify mit seiner vierköpfigen Band. Tickets für 17 Euro unter www.monheimerkulturwerke.de.

Die Queen Revival Band rockt in der Aula am Berliner Ring. Foto: Stefan Pfeiffer

Am Samstag lebt Queen in Monheim wieder auf. In der Aula am Berliner Ring gibt es ab 20 Uhr eine Tribute-Show der Queen Revival Band. Ob „Bohemian Rhapsody“, „Who wants to live forever“, „Another one bites the dust“ oder „Radio Gaga“, die Liste der Hits von Freddie Mercury und Co. ist lang. Die Show verspricht das Publikum zurückzuversetzen in die Atmosphäre eines Queen-Konzerts. Die Stimme des Sängers und Perfomers Harry Rose ähnelt der des Vorbilds „in Klang, Umfang und Kraft in verblüffender Weise“, heißt es in der Ankündigung. Tickets für 20, 25 oder 30 Euro unter www.monheimer-kulturwerke.de.

In der Kirche St. Gereon, Franz-Boehm-Straße 6, gastiert am Sonntag, 18 Uhr, zum Auftakt der neuen Monheimer Chorkonzertreihe der Knabenchor Dresden. Die Werkauswahl reicht von englischen und französischen Madrigalen bis zum Volkslied. Orgelwerke unterteilen das Programm in drei Teile mit unterschiedlichem musikalischem Schwerpunkt und Besetzung. So kann sich das Publikum über einen Wechsel von gemischtem Chor (Knaben und Männer), reinem Männerchor und Orgelwerken freuen. Musikalisch wandert der Fokus von England nach Frankreich mit Werken so berühmter Komponisten für Chormusik wie Henry Purcell oder Gabriel Fauré. Rund 50 Sänger werden in Monheim singen. Die Leitung hat seit 1998 Matthias Jung inne. Tickets kosten im Vorverkauf (www.monheimer-kulturwerke.de) 19 Euro und an der Abendkasse 24 Euro.

Was vom Pilzkopf übrigblieb: Die Vier von „Meet the Beatles“ bringen am Freitag „Best of Beatles” im Langenfelder Schaustall zu Gehör. Foto: RP/Veranstalter

LANGENFELD Ein „Best of Beatles” bietet sich dem Publikum des Langenfelder Schaustalls, Winkelsweg 38, am Freitag, 20 Uhr. Meet the Beatles heißt die Gruppe, die motiviert, Beatles-Lieder zu singen, zu summen, zu trällern, zu hören, auswendig zu lernen, zu genießen, zu erinnern und dabei zu träumen, zu schmusen, zu küssen oder herzschmerzlich zu jammern. Zum Ensemble zählen Stefan Wiesbrock (Solo guitar), HP Barrenstein (Rhythm guitar), Haro Eller (Bass) und Max Barrenstein (Drums). Untermalt wird das Ganze von vielen Hintergrundgeschichtchen der Pilzköpfe, Anekdoten und wahren Begebenheiten. Karten kosten 16 und 18 Euro (VVK/AK). Vorverkauf unter schauplatz.de.

Ebenfalls im Langenfelder Schaustall unterhält am Samstag, 20 Uhr, Christof Spörk mit seinem Musik-Kabarett-Programm „Kuba“. Der Mann liebt Kuba, dennoch ist diese Veranstaltung kein Reisetagebuch der hiesigen VHS. Vielmehr ist Christof Spörk ein österreichischer promovierter Musik- und Politikwissenschaftler mit dem Hauptthema der politischen Lage in Kuba rund um Fidel Castro. In der Steiermark geboren, studierte Spörk unter anderem in Wien, Graz und Santiago de Chile. Nach seinem Studium begann er als Journalist zu arbeiten, doch seine Leidenschaft blieb die Musik, sein Haupt-Instrument die Klarinette. Den Kleister, der all seine Talente verbindet, fand er im Kabarett. Künstler und Publikum sind happy, und zwischen seinen Aufenthalten in Europa und der Karibik produzierte Spörk jüngst sein mittlerweile fünftes Soloprogramm. Eintritt: 16 und 18 Euro (VVK/AK).

Christof Spörk macht Kuba-Kabarett im Schaustall. Foto: RP/Veranstalter

Die Immigrather Schützen verwandeln ihre Schießsportanlage neben der Feuerwache an der Lindberghstraße am Samstag in ein weiß-blaues Festzelt. Ab 19.30 Uhr heißt es „O´zapft is!“ zum Oktoberfest der Bruderschaft. Das Repertoire von DJ René Frankenfeld und lustige Spiele mit Jahrmarktflair und attraktiven Gewinnmöglichkeiten warten auf die Besucher. Bayrische Spezialitäten und original Wiesnbier werden angeboten, auch die heimischen Biersorten Kölsch und Alt werden im Ausschank sein. Das Paar im originellsten bayrischen Outfit wird prämiert. Es müssen keine edlen Trachten sein, sondern vielmehr ist man gespannt auf die Fantasie der Gäste. Eintrittskarten für 6 Euro gibt es nur an der Abendkasse.

Im Langenfelder Rex-Kino, Hauptstraße 122, läuft speziell für die „Generation 50 plus“ am Sonntag, 14.30 Uhr, die romantische Tragikomödie Gloria – Das Leben wartet nicht. Die Mittfünfzigerin Gloria (Julianne Moore) fühlt sich seit ihrer Scheidung einsam. Ihre Kinder Anne (Caren Pistorius) und Peter (Michael Cera) haben längst ein eigenes Leben – er mit seinem neugeborenen Baby, sie mit ihren Yoga-Kursen und dem heißen neuen Surfer-Freund. Gloria, die das Tanzen liebt, beginnt deswegen, auf Single-Partys überall in Los Angeles zu gehen. Tagsüber kämpft sie sich durch ihren langweiligen Alltag im Büro und nachts schlägt sie sich die Nächte um die Ohren. Bei einer dieser nächtlichen Streifzüge lernt sie Arnold (John Turturro) kennen. Zunächst scheint es für Gloria nun bergauf zu gehen, doch sie ist sich nicht sicher, ob sie ihrem neu gefundenen Glück trauen kann ... Eintritt: 5,50 Euro.

Der Knabenchor Dresden macht am Sonntagabend den Auftakt zu einer neuen Chorkonzertreihe in Monheim. Foto: RP/Chor

Ein Konzert zu ihrem 60-jährigen Bestehen gibt am Sonntag, 12 Uhr, die New Orleans Jazz Band of Cologne zusammen mit dem Top-Jazzer Don Vappie. Der Eintritt für die Stadthalle kostet 12 und 14 Euro (VVK/AK). (www.schauplatz.de). Don Vappie ist ein echtes Südstaaten-Urgestein aus New Orleans, er hat etliche CDs und Soundtracks produziert und ist leidenschaftlicher Verfechter des Creole Jazz.

WÜLFRATH Mittlerweile ist das Apfelfest eine Traditionsveranstaltung am Zeittunnel und gleichzeitig das Museumsfest: Gefeiert wird am Sonntag, 13. Oktober, von 11.30 bis 18 Uhr. Im Mittelpunkt steht die historische Apfelpresse der Apfelsaft-Manufactur Auer aus Wuppertal-Ronsdorf. Die Besucher und Radfahrer auf dem benachbarten Panoramaradweg Niederbergbahn können frisch gepressten Apfelsaft aus der von einem 60 Jahre alten Traktor angetriebenen Obstmühle verkosten oder in Flaschen käuflich erwerben. Gartenbesitzer können auch gegen einen geringen Betrag die eigene Ernte zu Saft verarbeiten lassen.

„#BerlinBerlin – Von Mauern und Menschen“ heißt die Inszenierung des Theaters Strahl, die in der Aula am Berliner Ring zu sehen ist. Foto: RP/Jörg Metzner

Sie müssen allerdings eigene Gefäße für den Saft mitbringen. Dazu bietet das Tunnel-Café Kaffee, Kuchen und andere Leckereien an. Der Förderverein des Zeittunnels ist mit seinem Popcornstand dabei. Für Kinder gibt es eine Hüpfburg und sie können beim Tier- und Naturschutzverein Wülfrath die „Villa Ohrwurm“ basteln. Der Verein informiert über seine Arbeit und bietet einen Bücherflohmarkt an. Außerdem können bei drei Kunsthandwerkerinnen aus Wülfrath Käufe getätigt werden. Musikalisch wird das Fest durch Hans Kronenberg mit seinem Saxofon begleitet.

Parkplätze stehen an dem Tag nicht direkt am Zeittunnel, Hammerstein 5, zur Verfügung. Kontakt unter: zeittunnel@stadt.wuelfrath.de oder 02058/894644.

RATINGEN Das Partyfieber schlägt am Samstag, den 12. Oktober, wieder zu. Die Gastronomie in der Innenstadt ist bereits gut gerüstet, um die Freunde der Livemusik gebührend zu bewirten. Das Programm ist bunt gemischt, um jedem Musikfan das richtige auf die Ohren zu geben.

Die Vielfalt der Stilrichtungen wird es den Besuchern schwer machen sich zu entscheiden. Von rassigen Rock Klängen über bekannte Rock’n’Roll Evergreens, 80er Elektro Pop bis zum fetzigen Rock´n’ Roll, Boogie & Blues ist alles dabei. Den Freunden von Oldies und Radiohits kann genauso gut geholfen werden wie den Anhängern des groovigen Soul und Funk. Für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Neu dabei sind die Gaststätte Bei Georg, Buchcafé Peter und Paula, das Gordons, das Café Bös und das Taktvoll. So bieten die Lokalmatadoren im Tragödchen mit „Humbug an der Spritze“ im Buchcafé eine Hommage an Hanns Dieter Hüsch.

Er ist sowohl einer der produktivsten und erfolgreichsten Vertreter des literarischen Kabaretts in Deutschland des 20. Jahrhunderts, als auch als Synchronsprecher weit bekannt.

Um das alles zu erleben, sollte man sich eine der Karten im Vorverkauf sichern. Die Karten können in allen teilnehmenden Lokalen für 13 Euro erworben werden und gelten für alle Konzerte. Die Anfangszeiten liegen voraussichtlich zwischen 20 und 22 Uhr, die Bands musizieren bis zu vier Stunden.

Natürlich gibt es für Kurzentschlossene und Mitgenommene auch Abendkassen in jedem Lokal.

HILDEN Viele Jahre schon zieht der Herbstmarkt viele Besucher in die Fußgängerzone Hildens. In diesem Jahr wollen die Hildener Händler am Samstag, 12. Oktober, und Sonntag, 13. Oktober, mit Schönem für Haus, Garten und Balkon Lust auf die kommende Jahreszeit machen. Zahlreiche Informationsstände bieten unter anderem kostenlose Beratung zu Natursteinpflege, Insektenschutz oder Sonnenschutz an. Ein Hinweis für Autofahrer: Am Sonntag sind die Parkhäuser Am Kronengarten, Am Rathaus und Itter-Karree geöffnet. Parkmöglichkeiten gibt es auch am Finanzamt oder am Mühlenhof.

Beim Andertal-Festival wird es am Samstag, 12. Oktober, bunt. Dafür will die internationale Band „Ambessengers“ sorgen. Serviert wird ein Cocktail aus afrikanischen Rhythmen, Reggae, Funk, Rock und dynamische Eigenkompositionen. Wie sich das anhört, erfahren die Besucher von 20 bis 22 Uhr im QQTec an der Forststraße 73. Der Eintritt kostet zehn Euro im Vorverkauf, an der Abendkasse sind es zwölf. Weitere Informationen zum Andertal-Festival gibt es unter www.andertal.de, Tickets unter www.neanderticket.de.