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Mettmann/Erkrath/Wülfrath - Geistliches Wort: Wohin willst du?

An(ge)dacht : Wohin willst du?

Während ich dieses An(ge)dacht tippe, höre ich ein Lied, in dem mich eine Zeile ganz besonders anspricht. Die Sängerin Lea singt: „Wohin willst du, wenn du nicht mehr bei mir sein kannst. Wie weit gehst du, sieben Tage, sieben Nächte lang?“

In diesen Wochen hat das Erzbistum Köln die Zwischenergebnisse des pastoralen Zukunftsweges, konkret die strukturellen Überlegungen bis zum Jahr 2030, vorgestellt. Und auch hier stellt sich mir die Frage: „Wohin willst du?“ Zunächst ganz persönlich, denn auch mich betrifft dieser Prozess. Aber auch auf die Kirche im Erzbistum Köln gedacht. In manchen Gemeinden finden aktuell sogenannte Seelsorgebereichsforen statt, in denen über diese Gedanken diskutiert wird. Und fast überall werden Zweifel laut, Ängste werden sichtbar: „Wo sollen die Ehrenamtlichen für die Teams von Verantwortlichen herkommen? Werden wir so viele gute leitende Pfarrer finden, die wirklich auf Kooperation von Haupt- und Ehrenamt aus sind? Werden die Gemeinden sterben, wenn sich alles auf eine Pfarrei konzentriert?“

Ich gebe ehrlich zu, dass mir der Gedanke nicht unsympathisch ist, Gemeinden und die damit verbundenen Strukturen könnten sterben. Allerdings nur, wenn der gesamte Prozess des pastoralen Zukunftsweges anders gedacht werden würde; und zwar von den Menschen und der Frage her: „Was willst du, dass ich dir tue?“ (Lukas 18.41). Was brauchen die Menschen, um Jesus Christus zu begegnen? Die Kirche ist für die Menschen da, und nicht die Menschen für die Kirche.

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Es darf bei diesem ganzen Prozess nicht um Selbsterhalt der Strukturen gehen. Wohin will sie? Wie weit ist die Kirche bereit, sich zu verändern und sich neu auszurichten? Nicht nur heute, sondern sieben Tage, sieben Nächte lang.