Ukraine in Mettmann Fest auf dem Jubiläumsplatz

Mettmann · Rund 200 Menschen feierten am Mittwoch auf dem Jubiläumsplatz den Unabhängigkeitstag der Ukraine. Es gab viel Musik und etliche Kindergruppen tanzten. Doch manchmal flossen auch Tränen.

Auf dem Jubiläumsplatz erinnerten rund 200 Menschen mit einer Feier am Mittwoch an den Unabhängigkeitstag der Ukraine.

Auf dem Jubiläumsplatz erinnerten rund 200 Menschen mit einer Feier am Mittwoch an den Unabhängigkeitstag der Ukraine.

Foto: Dirk Neubauer

Zwischen 150 und 200 Menschen haben am Mittwoch auf dem Jubiläumsplatz den ukrainischen Unabhängigkeitstag gefeiert. Viele Einkaufenden und Passagiere aus den Rheinbahnbussen blieben stehen und verfolgten trotz der Hitze die rund zweistündige Feier mit viel Musik und Tanz. Bürgermeisterin Sandra Pietschmann begrüßte zu Beginn die Anwesenden und wies darauf hin, dass die Stadt Mettmann den vor dem russischen Angriffskrieg geflüchteten Menschen in Mettmann helfen werde. Eine große Zahl von zumeist Frauen und Kindern habe in der Kreisstadt ein neues Zuhause gefunden. Im Anschluss an die Bürgermeisterin sprach Lilia Lawruk, ehrenamtliche Geschäftsführerin des Integration-Kulturzentrum e.V., IKZ. Dieser 2003 gegründete Verein ist in Mettmann und Erkrath aktiv und fördert nach eigenen Angaben die gesellschaftliche, soziale, kulturelle und wirtschaftliche Integration von Zuwanderern. Lilia Lawruks Begrüßungsworte und alle Ansprachen waren sowohl auf Ukrainisch als auch Deutsch zu hören.

„Wir haben das Fest auf dem Jubiläumsplatz binnen einer Woche auf die Beine gestellt“, sagt Organisatorin Viktoria Rehberg. Es war alles sehr kurzfristig. Von der Stadt Mettmann sei das IKZ sehr unterstützt worden, so Rehberg. Zugleich habe es in Mettmann einige Bürger gegeben, die spontan ihre Hilfe anboten – bis hin zum Wirt einer Gaststätte am Jubiläumsplatz, der Mithilfe beim Aufbau angeboten hat.

Trotz des Kriegs in der Ukraine hatte der IKZ eine fröhliche Feierstunde geplant, bei der zahlreiche Kinder tanzten und sangen. So trat beispielsweise Daria Tilitschenko auf, die in der Ukraine nach einem Fernsehauftritt in einer dort laufenden Talentshow eine große Bekanntheit vor allem unter jüngeren Menschen erlangt hat. Auf der improvisierten Bühne vor der Filiale der Kreissparkasse Düsseldorf trugen manche der Auftretenden blaue T-Shirts mit aufgeklebten Herzen, die jeweils zur Hälfte in den Nationalfarben der Ukraine, Blau und Gelb und zur anderen Hälfte in Schwarz-Rot-Gold gehalten waren.

 Spenden waren willkommen, für die Kinder gab es kleine Geschenke – zum Beispiel Seifenblasen-Flüssigkkeit.

Spenden waren willkommen, für die Kinder gab es kleine Geschenke – zum Beispiel Seifenblasen-Flüssigkkeit.

Foto: Dirk Neubauer

Für die jüngsten Gäste hatten Helfer im Hintergrund rund 100 Tüten mit kleinen Geschenken gepackt – Stiften, Haargummis, kleine Spielzeugautos. Die Geschenke kamen bei den Mädchen und Jungen sehr gut an. Etwa zur Hälfte kamen sie aus einem Sprachkurs, den Viktoria Rehberg für Kinder aus der Ukraine anbietet. Im zweiten Teil der Veranstaltung traten Kinder auf, die in Velbert zu einer Gruppe von Inessen Tsypina gehört, die in der Ukraine eine Musikschule geleitet hat und nun hier Angebote macht.

Während der zweistündigen Veranstaltung schwankte die Stimmung auf dem Jubiläumsplatz. Es gab viel fröhliche Musik aus der Ukraine über die Lautsprecher zu hören. Andererseits erinnerten die Klänge und Liedtexte dann doch an die Heimat und den Krieg dort, in dem täglich zahlreiche Menschen sterben. Zum Abschluss ließen die Anwesenden blaue und gelbe Luftballon in den Himmel steigen - als Zeichen der Hoffnung.

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