Mettmann: Diese Gebühren steigen - diese sinken

Mettmann : Diese Gebühren steigen in Mettmann

Um gestiegene Kosten aufzufangen, verlangt die Stadt für einige Leistungen mehr Geld. Das kommt auf die Bürger zu.

Die Stadt Mettmann hat ihre Gebührensätze für 2019 überarbeitet. Weil die Aufwendungen insbesondere durch höhere Löhne und Gehälter steigen, gibt es vielfach Gebührenerhöhungen. Andere Gebühren aber bleiben stabil – oder sinken sogar. Das ist im Einzelnen geplant.

Abfallentsorgung und Abfallberatung Diese Gebühren steigen, da die Gesamtaufwendungen für die Stadt Mettmann aufgrund gestiegener Personalkosten von 4,57 auf 4,76 Millionen Euro gewachsen sind. Für Restmüllgefäße plant die Stadt daher eine Anhebung um 2,11 Prozent, für Container um 2,49 Prozent. Das bedeutet beispielsweise für eine 80 Liter-Restmülltonne bei 14-täglicher Leerung, dass diese 209,28 Euro kostet – statt bisher 204,48 Euro. Der Preis für einen 1100-Liter-Container bei wöchentlicher Leerung steigt von 3575,88 auf 3664,92 Euro. Immerhin: Eigenkompostierer erhalten jetzt mit 17,76 Euro einen höheren Gebührenabschlag. Er betrug bis jetzt 16,44 Euro.

Straßen- und Gehwegreinigung Sie steigen, weil insbesondere durch tarifliche Personalkostensteigerungen der Aufwand für die Stadtverwaltung wächst – und zwar von 1,19 Millionen Euro auf 1,2 Millionen Euro. Bei unveränderten Reinigungsmetern steigen damit die Kosten für den Bürger um zirka elf Prozent. Zu zahlen waren bislang für Fußwege (Fußgängerzone) und Straßen mit Anliegerverkehr 4,25 Euro je Frontmeter. Jetzt sind es 4,71 Euro. Für Straßen mit innerörtlichem Verkehr waren es bislang 3,61 Euro je Frontmeter, jetzt sind es 4 Euro. Für Straßen mit überörtlichem Verkehr waren es bislang 2,55 Euro, jetzt sind es 2,83 Euro.

Kanalgebühren für Schmutz- und Niederschlagswasser Sie sinken, denn es gab nur geringe Mehraufwendungen. Zugleich wird ein Überschuss aus dem Jahr 2017 gegen gerechnet. Für die Entsorgung von Schmutzwasser zahlen Beitragspflichtige des Bergisch-Rheinischen Wasserverbands 1,85 statt bisher 1,95 Euro, für die restlichen Abwassermengen (Normalgebühr) sind es jetzt 2,95 statt bisher 3,08 Euro. Für Niederschlagswasser sinkt die Gebühr von 1,22 auf 1,19 Euro.

Friedhofsunterhaltung und Bestattungswesen Diese Gebühren bleiben stabil, obwohl die Aufwendungen steigen und die Erträge aus Friedhofsgebühren gesunken sind. Der Grund ist, dass bereits rund 24 Prozent aller Mettmanner in umliegenden Städten bestattet werden. Diesen Anteil wollen Rat und Verwaltung durch steigende Gebühren nicht noch erhöhen. Das heißt aber auch, dass die Verluste von voraussichtlich rund 700.000 Euro die Stadt Mettmann tragen muss.

Gebühren für den Wochenmarkt Hier ist die Rechnung ganz einfach: Die laufenden jährlichen Kosten für die Wochenmärkte mittwochs und samstags in Höhe von insgesamt 51.077 Euro müssen zu gleichen Teilen auf die Marktbeschicker umgelegt werden. Da diese im neuen Jahr statt mit 406 Frontmetern nur noch mit 376 Frontmetern vertreten sind, steigen die Gebühren um 0,39 Euro je Frontmeter auf 2,83 Euro. Zu tragen sind diese Kosten von den Marktbeschickern, für jeden einzelnen erhöht sich also der Betrag.

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