1. NRW
  2. Städte
  3. Mettmann

Mettmann - Die etwas andere Abiturfeier

Heinrich-Heine-Gymnasium : Die etwas andere Abiturfeier

Mit viel Phantasie und gutem Willen ist es am Heinrich-Heine-Gymnasium gelungen, die Schülerinnen und Schüler des Abiturjahrgangs 2020 in einem gelungenen Festakt stilvoll zu verabschieden.

Die Aula des Heinrich-Heine-Gymnasiums coronamäßig eingerichtet, auf Abstand, jeder Schüler durfte nur von den Eltern begleitet werden, beim Betreten des Saales mit Masken geschützt – das wird in die Annalen eingehen. Corona hat das gesellschaftliche Leben ziemlich fest im Griff – es gab keinen Abikick, keinen Abikicktanz, nicht den berühmt-berüchtigten letzten Schultag und schon gar keinen Abiball, wie Eva Speck und Jan Grapenthin in ihrer bemerkenswerten Ansprache der Stufensprecher auflisteten.

Doch zunächst begrüßten die Stufenleiter Oliver Titze und Felix Freitag die lieben Staatsbürger und forderten sie auf, die innere und äußere Freiheit und die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten zu nutzen. „Bleiben Sie wachsam in diesen äußerst spannenden Zeiten.“ Eine Dia-Show rief die Zeiten der Einschulung zurück ins Gedächtnis, wie die damals kleinen Sextaner teils schüchtern, teils keck in die Kamera blickten, nach und nach heranwuchsen – immer wieder begleitet von freudigem Erkennen und Lachen. Auch Bürgermeister Thomas Dinkelmann sprach ein Grußwort und ermunterte die jungen Leute, das Rüstzeug, das ihnen die Schule mitgegeben hat, richtig einzusetzen und auch aus evtl. Niederlagen Lehren zu ziehen.

Mit einem grandiosen musikalischen Vortrag der „Moments musicaux“ von Sergej Rachmaninoff glänzte Felix Rosenfeld und begeisterte Mitschüler, Lehrer und Eltern. Das war konzertreif.

Dann wohl einer der Höhepunkte der Feier: Die Rede der Stufensprecher – voller Erinnerungen an die gemeinsam verbrachte Zeit am HHG, die Klassenfahrten mit all ihren Höhen und Tiefen. Wie Jan Grapenthin sagte: „Man kann nicht alle Momente und lustigen Erinnerungen aufzählen, denn das wäre wohl ein abendfüllendes Programm – wie unser Geschichtslehrer auch unsere Hausaufgaben nannte“. Und Eva Speck ergänzte: „Wir hatten einen ziemlich guten Start. Wir sollten nur nicht vergessen, immer dankbar zu sein und nichts als selbstverständlich zu betrachten.“ Ein herzlicher Dank der Beiden schloss sich an: an Lehrer, Eltern, Mitschüler und all die helfenden Hände, die ein Schulleben heute erst möglich machen.

„Mein Gott, bin ich froh“, mit diesem Stoßgebet gen Himmel begann Schulleiter Hanno Grannemann seine Abschiedsrede. Auch der Schulleiter rief die Abiturienten auf, wachsam zu bleiben und die humanistische Bildung, die ihnen zuteil geworden war, als Chance zu nutzen.

Der Oberstufenchor intonierte „A Million Dreams“ unter Leitung von Victoria Büscher und großer Jubel kam nochmals auf, bevor dann die Zeugnisse entgegengenommen werden konnten. In kleinen Gruppen, begleitet vom Lieblingssong und Foto auf der Leinwand holten die jungen Damen und Herren ihre Zeugnisse ab – ohne warmen Händedruck –, halt coronamäßig.

Ein wenig Statistik wollte Hanno Grannemann dann aber doch nicht verschweigen: Von den 57 Abiturienten des Jahrgangs 2020 bestanden 5 mit der Note 1,0; 18 hatten immerhin noch eine 1 vor dem Komma und der Gesamtdurchschnitt lag bei 2,244. Ein grandioses Ergebnis, auf das alle Beteiligten zu Recht stolz sein können.