Engagement in Mettmann Demokratiekonferenz gegen Rassismus im Alltag

Mettmann · Rassismus ist Alltag – auch im Kreis Mettmann. Wie sich Rassismus erkennen lässt und wie sich Betroffene dagegen wehren können – damit beschäftigt sich die Demokratiekonferenz.

Rückblick: Im Rahmen der "Internationalen Wochen gegen Rassismus" luden das Mettmanner Bündnis für Toleranz und Zivilcourage und das Kreisintegrationszentrum Mettmann fünf Streetart-Künstler ein, die ihre Gedanken zum Thema auf die Wand sprayten. Nun wird sich die Demokratiekonferenz mit Alltagsrassismus beschäftigen.

Rückblick: Im Rahmen der "Internationalen Wochen gegen Rassismus" luden das Mettmanner Bündnis für Toleranz und Zivilcourage und das Kreisintegrationszentrum Mettmann fünf Streetart-Künstler ein, die ihre Gedanken zum Thema auf die Wand sprayten. Nun wird sich die Demokratiekonferenz mit Alltagsrassismus beschäftigen.

Foto: Stadt Mettmann

Zur Demokratiekonferenz laden die Caritas und das Kreisintegrationszentrum zu Montag, 5. Dezember, von 14 bis 18 Uhr ins Kaplan-Flintrop-Haus, Lutterbecker Straße 30 ein. Dort wollen die Organisatoren sowohl interessierte Bürger als auch Betroffene, Vertreter von Institutionen, Verbänden, Vereinen und Interessengemeinschaften begrüßen. In einer Mitteilung heißt es, im Mittelpunkt stehe diesmal das Thema „Institutioneller Rassismus“. Dieser Fachbegriff bezeichnet systematische, herkunftsbedingte und ungerechtfertigte Ungleichbehandlung von Menschengruppen im täglichen Leben.

Zum einen habe die Corona-Pandemie mit ihren Regeln und Verboten die Gesellschaft verändert. Zum anderen nehme die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit zu. Dazu werden Antisemitismus, Rassismus und Sexismus sowie in zunehmendem Maß unverhohlener Rechtsextremismus gezählt. All dies stelle eine Herausforderung für ein demokratisches Zusammenleben dar. Daher gehe die Konferenz der Frage nach, was es im Kreis Mettmann braucht, um Rassismus im Gesundheitswesen, im Bereich Bildung, in der Verwaltung und auf dem Wohnungsmarkt zu erkennen und diesem nachhaltig entgegenzuwirken.

Die Konferenz beginnt mit einem Impulsvortrag von Autor und Migrationsforscher Mark Terkessidis. Die anschließenden Workshops beleuchten den Rassismus auf institutioneller Ebene und ermöglichen die gemeinsame Erarbeitung von Handlungsansätzen.

Die Demokratiekonferenz findet statt im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und wird organisiert von der Partnerschaft für Demokratie im Kreis Mettmann, bestehend aus dem Caritasverband als Koordinations- und Fachstelle und dem Kreisintegrationszentrum als federführendem Amt. Die Handlungsziele lauten: Demokratie fördern, Vielfalt gestalten, Extremismus vorbeugen.

Anmeldung online unter www.demokratie.caritas-mettmann.de oder per E-Mail an: demokratie-leben@kreis-mettmann.de

(dne)
Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort