Mettmann: „Das Handwerk genießt wieder hohes Ansehen“

Mettmann : „Das Handwerk genießt wieder hohes Ansehen“

Beim Tag des Handwerks wurde für die betriebliche Ausbildung junger Menschen geworben, die viele Möglichkeiten eröffnet.

Kreishandwerksmeister Thomas Gründendahl begrüßte beim Tag des Handwerks Auszubildende verschiedener Gewerke, die kürzlich ihre Ausbildung begannen. Grünendahl machte deutlich, dass das Handwerk wieder großes Ansehen in der Gesellschaft bekommen habe und sich trotz des Studienbooms viele junge Leute für eine betriebliche Ausbildung entscheiden.

Er unterstrich, dass die Ausbildung in einem Handwerksberuf keine Einbahnstraße sei und zeigte Wege der Fortbildung auf, die mit einer erfolgreichen abgeschlossenen Ausbildung möglich sind. Nach dem Gesellenbrief könnten die jungen Leute in ihrem erlernten Beruf arbeiten und dort ihre Fertigkeiten einsetzen. Sie hätten in einer Zeit, in der Handwerker händeringend gesucht würden, einen gesicherten Arbeitsplatz. Wer sich weiter fortbilden möchte, kann die Meisterschule besuchen. „Mit dem Meisterbrief werden sie im Handwerk als Führungskraft mit großer fachlicher und personeller Verantwortung eingesetzt“, betonte der Kreishandwerksmeister. Der Meisterbrief habe mittlerweile eine so hohe Bedeutung, dass er zur direkten Aufnahme eines Studiums berechtigt. „Es gibt immer mehr Junge, die über diesen Weg eine Hochschule besuchen“, berichtete Grünendahl. Zugleich erklärte er, dass die Handwerksbetriebe, die viel Energie und finanziellen Aufwand in die Ausbildung stecken, ein großes Interesse daran hätten, die ehemaligen Azubis in ihrem Betrieb zu halten.

Petra Bertelsmeier, Schulleiterin des Berufskollegs Neandertal in Mettmann, verwies in ihrem Grußwort auf das bewährte duale Ausbildungssystem und betonte, dass die Auszubildenden in Handwerksberufen ein besonderes Privileg hätten. „Sie werden in den Werkstätten des Hauses der Kreishandwerkerschaft überbetrieblich ausgebildet und damit hervorragend auf ihre Gesellenprüfung vorbereitet.“ Damit deutete sie an, dass es bei einer Lehre im Handwerk den Dreiklang zwischen der Ausbildung im Handwerksbetrieb, der schulischen Bildung im Berufskolleg und der überbetrieblichen Ausbildung in den Werkstätten der Kreishandwerkerschaft gebe.

Bertelsmeier lobte die gute Zusammenarbeit mit den Ausbildern und Meistern und den Berufskollegs im Kreis Mettmann. Rüdiger Heidenreich von der Tischler-Innung erklärte, dass allein 35 neue Auszubildende im Kreis den Beruf des Tischers erlernen möchten. Im Beisein der Obermeister der Innungen wurden anschließend die Werkstätten der Kreishandwerkerschaft besichtigt. „Ich habe mich für eine Ausbildung im Handwerk entschieden und möchte nachher Architektur studieren “, nannte Rico Freund seine beruflichen Ziele.

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