Mettmann: Christen feiern im Zentrum ein gemeinsames Fest

Gelebte Ökumene in Mettmann : Christen feiern im Zentrum ein gemeinsames Fest

Katholische und evangelische Christen feierten erstmals gemeinsam ein Fest auf dem Vorplatz des Ökumenischen Zentrums in Metzkausen.

Die katholischen und evangelischen Christen in Mettmann machten jetzt deutlich, dass sie nicht nur im ökumenischen Sinne gemeinsam christliche Veranstaltungen durchführen, sondern auch in fröhlicher Eintracht feiern können. Beim ersten ökumenischen Gemeindefest auf dem Vorplatz des Ökumenischen Zentrums in Metzkausen tummelten sich viele Gläubige beider Konfessionen und freuten sich, dass das ökumenische Gemeindefest so gut angenommen wurde. Die Organisatoren hatten im Vorfeld ganze Arbeit geleistet, damit sich die Besucher wohl fühlen konnten. Für Kinder wie Erwachsene war an verschiedenen Ständen etwas dabei. Dabei gab es nicht nur reichlich zu Essen und zu Trinken, Kinder und Jugendliche bevölkerten die Hüpfburg, konnten an einem Stand ihre Malkünste ausprobieren und nahmen an der gut organisierten Gemeinde-Rallye teil, bei denen Fragen beantwortet werden mussten.

Für die Erwachsenen war in den „Katakomben“ des Ökumenischen Zentrums ein reichhaltiges Kuchenbuffet aufgebaut, und direkt nebenan gingen die Besucher beim Flohmarkt auf Schnäppchenjagd. „Schon bei der Vorbereitung des ökumenischen Gemeindefestes haben sich die evangelischen Mitchristen prima eingebracht. Auch für die Standbesetzung meldeten sich viele Freiwillige aus der evangelischen Kirchengemeinde“, berichtete Helga Großsteinbeck, die seit Jahren beim früheren Pfarrfest der Heiligen Familie aktiv war und auch diesmal eifrig mitarbeitete. „Das klappt prima hier in der ökumenischen Gemeinschaft“, fügte die frühere Vorsitzende des Kirchenchores Heilige Familie hinzu.

Aus Sicht von Bettina Steinbach, Presbyterin in der evangelischen Kirchengemeinde, war das gelungene ökumenische Gemeindefest ein Beispiel dafür, dass die Ökumene unter dem Dach des Ökumenischen Zentrums gut funktioniert. „Das ist hier wie bei einer Lokomotive, die langsam losfährt und dann immer schneller Fahrt aufnimmt. Den Takt geben selbstverständlich Pfarrer Klaus Schilling und Pfarrer Herbert Ullmann vor, die ein Vorbild für gelebte Ökumene sind“, wählte Bettina Steinbach ein treffendes Bild.

Martin Müschenich vom ökumenischen Arbeitskreis bestätigte, dass in Richtung Ökumene in Mettmann eine Menge passiert und verwies auf verschiedene Veranstaltungen. Für ihn sei es aber auch wichtig, dass über die christlichen Veranstaltungen hinaus die Christen beider Konfessionen ungezwungen mit einander feiern und sich austauschen. „Da ist so ein tolles ökumenisches Gemeindefest doch der ideale Rahmen.“ Er äußerte aber auch leichte Kritik: „Es wäre doch eine gute Sache gewesen, wenn das Fest mit einem ökumenischen Gottesdienst gestartet wäre. Warten wir mal ab, was da in Zukunft noch auf uns zukommt.“

So wurde das Gemeindefest mit einer feierlichen katholischen Messe eröffnet, die Monsignore Ullmann in Konzelebration mit Pater George aus Syrien gestaltete und die von Diakon Gerhard begleitet wurde. Zum Abschluss eines rundum gelungenen Tages sprach Pfarrer Klaus Schilling anschließend seine Einladung zur ökumenischen Vesper aus, der viele gerne folgten.

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