Mettmann: Mettmann braucht eine neue Feuerwache

Mettmann: Mettmann braucht eine neue Feuerwache

Die SPD möchte eine Antwort auf die Frage, ob Bauhof und Feuerwache an einem Standort gebaut werden können.

Die Kommunalpolitiker und die Verwaltungsspitze der Stadt Mettmann haben in diesem Jahr "dicke Brocken" vor der Brust. Es geht um wichtige Bauvorhaben in der Kreisstadt, die endlich angepackt werden müssen. So muss eine Entscheidung in Sachen Stadthalle her, die Carl-Fuhlrott-Realschule, die einen Hauptschulzweig erhalten soll, muss nach der Schließung der Anne-Frank-Hauptschule saniert, vergrößert und modernisiert werden. Außerdem stehen die Themen "Bauhof" und "Feuerwache" auf der Agenda. Keine Frage, der Bauhof platzt aus allen Nähten, und die alte Feuerwache an der Laubacher Straße ist zu klein, und wird nicht mehr den modernen Anforderungen des Brandschutzbedarfsplans gerecht. Die SPD hatte im Hauptausschuss einen Antrag gestellt, der genau diese Problematik aufgreift.

"Wir müssen 16 neue Stellen laut Brandschutz-Bedarfsplan schaffen, weitere werden noch folgen. Dieses Personal kann man auch nach einem Umbau der Feuerwache an der Laubacher Straße nicht qualifiziert unterbringen", sagt SPD-Fraktionschef Florian Peters. Seit Jahren gibt es Überlegungen, den Bauhof an die Peripherie zu verlagern. Es gab Denkmodelle, ihn an der Lindenheide anzusiedeln. Dort bestünde, so eine Überlegung der Verwaltung von vor zehn Jahren, auch die Möglichkeit, eine neue Feuerwache plus Bauhof zu errichten. Am Neanderpark gibt es ebenfalls Grundstücke, die sich eignen. Ob eine Zusammenlegung große Synergieeffekte hätte, wird heute von der Verwaltung allerdings bezweifelt. "An der Laubacher Straße könnte ein Satelliten-Standort der Feuerwehr bleiben, um die schnelle Einsatzbereitschaft sicherzustellen", so Peters weiter. Das Ordnungsamt könnte in die freien Räume an der Laubacher Straße ziehen, die VHS in die Musikschule, und das sanierungsbedürftige VHS-Gebäude an der Schwarzbachstraße ließe sich auf dem freien Markt verkaufen. Das dann freie Gelände des Bau- und Recyclinghofes könne veräußert und als Baugrundstück genutzt werden. Fachbereichsleiter Kurt Werner Geschorec hatte vor einigen Wochen berichtet, dass sich die Verwaltung mit alternativen Standorten für die Feuerwache beschäftigt. "Einen Standort, der geeignet ist, haben wir aber noch nicht ausgeguckt", sagte Geschorec. Viele städtische Grundstücke, auf denen die Wache gebaut werden könnte, gebe es nicht. Deshalb werde auch geprüft, welche Flächen für einen Standort in Frage kommen könnten, die der Stadt (noch) nicht gehören.

Weil tagsüber immer weniger freiwillige Feuerwehrmänner und -frauen bei Einsätzen zur Verfügung stehen, weil sie in anderen Städten arbeiten, müssten diese Ausfälle künftig durch noch mehr hauptamtliche Feuerwehrleute ersetzt werden. Der neue Brandschutzbedarfsplan, so Geschorec, soll in den nächsten Wochen vorliegen. Darin wird die Feuerwehrleitung den künftigen Personalbedarf genau beziffern.

Die Kreisverwaltung hat der Stadtverwaltung inzwischen mitgeteilt, dass der Umzug der Kreisleitestelle der Feuerwehr, die auf der Mettmanner Wache untergebracht ist, noch in diesem Jahr erfolgen soll. Die freigezogenen Räume könnten nach dem Auszug zusätzlich für die Unterbringung des Personals genutzt werden. Doch der Platz reicht mittelfristig nicht aus. Der Kreis Mettmann hat die Räume auf der Wache angemietet. Der Mietvertrag läuft noch bis April 2021. Für die bisher geplante Erweiterung der Feuer- und Rettungswache an der Laubacher Straße sind für die Jahre 2018 bis 2020 insgesamt 3,4 Millionen Euro im Haushalt eingeplant. Ob das Geld tatsächlich ausgegeben wird, ist mehr als offen. Die Verwaltung ist nunmehr laut SPD-Antrag aufgefordert, nach einem gemeinsamen Standort (Bauhof/Feuerwache) Ausschau zu halten, die Vor- und Nachteile aufzuzeigen und den Flächenbedarf sowie die groben Kosten zu ermitteln.

(RP)