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Mettmann: Brand an Johannes-Flintrop-Straße war wohl Brandstiftung

Großer Feuerwehr-Einsatz am Sonntag : Brand an Johannes-Flintrop-Straße wurde wohl absichtlich gelegt

Nachdem am Sonntagabend der Anbau eines Hauses direkt neben der Tankstelle an der Johannes-Flintrop-Straße abgebrannt war, ermittelt die Polizei nun wegen Brandstiftung. Das Feuer wurde wohl absichtlich gelegt.

Nach dem Brand an einem Wohnhaus neben der Tankstelle an der Johannes-Flintrop-Straße ermittelt die Polizei wegen Brandstiftung. Das teilte die Kreispolizeibehörde am Montag mit. Demnach wurde das Feuer am Sonntagabend wohl absichtlich gelegt – von wem ist allerdings ungewiss.

Nach ersten Erkenntnissen soll der Brand unter einem Quad gelegt worden sein, das in einem Carport direkt an dem Wohnhaus abgestellt war. Die Polizei kann einen technischen Defekt als Ursache für das Feuer ausschließen und sucht nun Zeugen, die am Sonntag um kurz vor 18 Uhr im Bereich der Johannes-Flintrop-Straße verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Wer sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich telefonisch unter der Rufnummer 02104 9826250 bei der Polizei Mettmann zu melden.

Der Brand hatte am Sonntagabend für Aufsehen in der Innenstadt gesorgt, weil die Feuerwehr mit einem massiven Kräfteaufgebot angerückt war und auch wegen der Nähe der Einsatzstelle zu der SB-Tankstelle rasch Stadtalarm ausgelöst hatte. Um kurz nach 18 Uhr heulten die Sirenen auf, Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr wurden nachalarmiert. Den ersten Rettern war bereits auf der Anfahrt eine gewaltige Rauchsäule aufgefallen.

Insgesamt waren 70 Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst im Einsatz. Sie konnten verhindern, dass die Flammen auf weitere Teile des Wohnhauses oder gar auf die Tankstelle übergreifen und den Brand nach etwa 20 Minuten unter Kontrolle bringen.

Verletzt wurde durch das Feuer niemand. Sieben Bewohner, die bei Ausbruch des Feuers zu Hause waren, bemerkten die Flammen rechtzeitig und brachten sich in Sicherheit. Weil die Fensterscheiben durch die Hitze des Feuers hinter dem Haus platzten, drangen Flammen und Rauch ins Innere des Gebäudes und zerstörten dort ein Zimmer vollständig. Das gesamte Haus musste später von den Einsatzkräften mit einem Spezial-Lüfter von Rauch befreit werden.

Der Schaden wird nach Polizeiangaben auf 50.000 bis 60.000 Euro geschätzt. Mindestens ein Raum des Hauses ist nicht mehr bewohnbar. Die Feuerwehr hatte zudem Teile des Dachs öffnen müssen, um auszuschließen, dass sich dort Glutnester befinden. Deshalb kam am Sonntag auch die Drehleiter zum Einsatz, die die Feuerwehrleute am Abend in der Schneise zwischen Tankstelle und Wohnhaus in Position brachten.

Nach Angaben des Einsatzleiters Sebastian Thews war der Brand für die Feuerwehr ein bemerkenswerter Einsatz – nicht nur mit Blick auf die vielen Einsatzkräfte vor Ort, sondern auch, weil die Feuerwehr zunächst davon ausgehen musste, dass sich noch Menschen in dem Gebäude befinden. Die Löscharbeiten dauerten rund zwei Stunden, die Straße wurde zwischen Kreisverkehr und Tankstelle für den Verkehr gesperrt.

(cka)