Mettmann: Bagger gestalten das Gelände des Neanderthal Museums um

Mettmann : Bagger gestalten Museums-Gelände um

Ein renaturierter Bachlauf und ein Steinzeit-Spielplatz sollen die neuen Attraktionen für Familien im Neandertal sein.

Das Gelände um das Neanderthal Museum ist derzeit kaum wiederzuerkennen. Doch es sind nicht archäologische Grabungen, wegen der das Gelände durchpflügt wird: Der Kreis lässt vielmehr das Außengelände umgestalten, um es für Ausflügler, Touristen und Gäste des renommierten Museums attraktiver zu machen.

Was passiert auf dem Gelände? Wichtigste Änderungen und Attraktionen für Besucher sind die Renaturierung des Bachlaufs der Düssel zwischen der Fundstelle des Neandertalers und dem Museum, der Bau einer Verbindungsbrücke sowie die Neugestaltung eines Spielplatzes mit steinzeitlicher Anmutung. Dort soll es beispielsweise einen „Lanzenwald“ zum Klettern geben, dazu eine Röhrenrutsche aus Edelstahl, mit Hanfseilen verkleidet. Weitere Spielgeräte sollen zum Klettern, Rutschen, Schaukeln, Verstecken und zum Matschen mit Wasser anregen. Genau das Richtige zum Austoben nach einem Museumsbesuch.

Was ist das Ziel der Umbauten? „Wir hoffen, dass der Spielplatz so attraktiv wird, dass die Familien auch mal so hierher kommen und ihren Aufenthalt auf einen ganzen Tag verlängern“, hofft Georg Görtz, Leiter des Planungsamtes. Tatsächlich sollen Ausflügler und Touristen dazu animiert werden, längere Zeit im Neandertal zu verbringen. Dazu werden auch die Wegeverbindungen verbessert und vor allem besser ausgeschildert. Familien, die zuerst das Wildgehege besuchen wollen, sollen zu Parkplätzen nach Millrath beziehungsweise am S-Bahn-Halt Hochdahl gelenkt werden, um die Parksituation am Neanderthal Museum zu entschärfen. Der Fußweg von dort ist zum Wildgehege etwa genauso weit wie vom Museum. Eine Verkehrswegebeschilderung und 17 Wander- und Informationstafeln an den Parkplätzen sollen Besucher über alle Optionen im Gebiet aufklären. „Und die Wanderparkplätze sollen dazu dienen, die Parksituation am Museum zu entlasten“, erläutert Florian Reeh, Leiter des Amtes für Hoch- und Tiefbau. Denn: „Wir können die Parkflächen nicht weiter ausweiten.“ Das Neandertal bietet dazu keinen weiteren Platz.

Ist noch einmal mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen? Nicht durch die Bauarbeiten, versichern beide Mitarbeiter des Kreises. Eine zeitweise aufgestellte Ampelanlage hatte während Straßenarbeiten im Sommer zu langen Staus und zu großem Unmut von Pendlern geführt. Diese Ampelanlage lag nicht in der Verantwortung des Kreises. An der Straße aber muss nun nichts mehr getan werden, betonen Görtz und Reeh. Gleichwohl sei zu beobachten, dass seit dem Bau der Osttangente in Mettmann auch der Verkehr durch das Neandertal zugenommen habe: Vor allem für Autofahrer aus Wülfrath ist dies nun eine viel genutzte Verbindung. An einen Ausbau ist indes nicht gedacht, denn zum einen sei die Streckenführung über das Neandertal „für den Berufsverkehr ausgereizt“, zum anderen „kollidieren Verkehr und Lärm mit den touristischen Zielen“, erläutern die Experten.

Mehr von RP ONLINE