Mettmann: Anwohner drohen Feuerwehr, weil Martinshorn zu laut ist

Kurioser Einsatz in Mettmann : Anwohner beschweren sich nach Brand über zu lautes Feuerwehr-Martinshorn

Wenn die Feuerwehr zu einem Einsatz ausrückt, ist meistens das Blaulicht an und das Martinshorn auch. In Mettmann hat die Feuerwehr Anwohner verärgert. Wegen der Benutzung des Martinshorn.

Die Feuerwehr Mettmann hatte am Freitag eine Vielzahl von Einsätzen zu bewältigen. Das teilt sie auf ihrer Facebook-Seite mit und wählt zur Kommentierung den Gemütszustand „ausgelaugt“: Die Einsatzkräfte mussten innerhalb weniger Stunden zu acht Einsätzen ausrücken.

Dabei waren zwei davon besonders skurril: Während in einem Imbiss eine Fritteuse brannte und sich in den Räumen des Imbisses starker Rauch entwickelte, warteten die Kunden trotzdem in dem Ladenlokal auf ihre Bestellung.

Und nachdem die Feuerwehrleute am Freitagabend zu einem vermeintlichen Brand in einem Hochhaus ausgerückt waren, beschwerten sich Anwohner anonym per E-Mail über den Lärm der Martinshörner. In dieser E-Mail bezeichneten sie die Feuerwehrmänner als „Wilde“ und drohen Strafanzeige an. Die Feuerwehr hat die E-Mail ebenfalls auf Facebook veröffentlicht, „die uns ob der inhaltlichen Intoleranz schon etwas sprachlos macht“, schreibt die Leitstelle nach eigenen Angaben „verwirrt“.

So hatte am Morgen ein Auto Benzin verloren. Die Feuerwehr streute ab. Kurz darauf meldete die Leitstelle des Kreises Mettmann einen brennenden Lastwagen auf der A3. Kartonreste auf der Ladefläche eines Sattelzuges hatten Feuer gefangen. Die Wehr löschte. Am Nachmittag brannte eine Fritteuse in einem Imbiss. Obwohl das Ladenlokal verraucht war, warteten dennoch zahlreiche Kunden dort auf ihre Bestellung. Die Feuerwehr brachte sie in Sicherheit und löschte. Danach ging es zu einem umgestürzten Baum auf der Düsseldorfer Straße. Er wurde mit der Kettensäge zerkleinert.

Noch auf der Rückfahrt forderte ein Rettungswagen Tragehilfe an. Im Anschluss ging es zu einem Mülleimerbrand an einer Bushaltestelle an der Bergstraße. Anwohner hatten das Feuer schon mit Hilfe eines Wassereimers gelöscht. Der Wehr blieben Nachlöscharbeiten.

Am Abend meldeten aufmerksame Nachbarn einen vermeintlichen Wohnungsbrand in einem Hochhaus auf der Teichstraße. In einer Wohnung im sechsten Obergeschoss hatte ein Rauchwarnmelder ausgelöst. Nach Öffnung der Wohnungstüre konnte zwar kein Feuer, jedoch eine leichte Verrauchung festgestellt werden. Sie stammte von heißen Fettresten in einer Pfanne. Die Wohnung wurde gelüftet.

In der Nacht meldete ein Anwohner auf dem Angerapper Platz einen Wassereinbruch im Keller. Es stellte sich ein tropfendes Wasserrohr als Ursache heraus; in diesem Fall musste die Wehr nichts weiter tun als beraten.

(arue)
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