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Mettmann: 200 EVK-Mitarbeiter vor Impfung

Pandemie in Mettmann : 6900 Menschen wurden bereits geimpft

Nach den Corona-Schutzimpfungen in den Senioreneinrichtungen sind nun Ärzte und Pfleger in Krankenhäusern dran. Bei den 200 EVK-Mitarbeitern liegt der Fokus auf pflegerischen und medizinischen Personal, das in Patientenversorgung involviert ist.

Im Evangelischen Krankenhaus Mettmann wird am heutigen Mittwoch damit begonnen, Ärzte und Pflegekräfte zu impfen. „Die uns zugesagte Impfstofflieferung ermöglicht es uns, zunächst etwa 200 Mitarbeiter zu impfen“, teilt Pressesprecherin Hannah Lohmann mit. Hauseigene Impfteams übernehmen die Aufgabe, drei Ärzte setzen die Impfungen und werden dabei durch Kollegen aus der Abteilung Hygiene begleitet.

Der Fokus liegt zunächst auf dem pflegerischen und medizinischen Personal, also denjenigen, die in die Patientenversorgung involviert sind. Um diese Mitarbeiter aus den sogenannten vulnerablen Arbeitsbereichen, also Mitarbeiter die durch ihren Arbeitsbereich einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, sich mit dem Virus zu infizieren, zu ermitteln, war eine Priorisierung notwendig, „denn wir haben weniger Impfdosen als Impfwillige erhalten“. Es werden deshalb zunächst die Mitarbeiter der Intensivstation, der Notaufnahme und der Corona-Station geimpft. Es folgen Pflegekräfte und Ärzte aus anderen Bereichen, die für die Patientenversorgung dringend notwendig sind und ebenso mit Coronapatienten ständig in Kontakt geraten. Wie die Pressesprecherin betont, werden nicht alle Mitarbeiter einer Abteilung gemeinsam geimpft, „sondern zur Hälfte in einem zweitägigen Abstand, um Ausfälle durch mögliche Impf-Nebenwirkungen wie Abgeschlagenheit, Kopf- oder Gliederschmerzen kompensieren zu können“.

Auch wenn nicht alle Mitarbeiter zum jetzigen Zeitpunkt geimpft werden wollen, „sind wir von der hohen Impfbereitschaft selbst überrascht und sehen dies sehr positiv“, wird die Resonanz beurteilt. „Wir können mit der Impfstoff-Lieferung in dieser Woche längst nicht alle Mitarbeiter, die geimpft werden möchten, versorgen“, sagt Hannah Lohmann. Der besonders vulnerable Bereich in der Patientenversorgung wird hiermit abgedeckt sein. „Es ist ein guter Anfang und gibt uns Hoffnung in hoffentlich absehbarer Zeit das Virus unter Kontrolle zu bringen.“

Die sogenannte „Impf-Straße“ wurde im Nebengebäude des Krankenhauses, der Krankenpflegeschule errichtet, um hier von der Administration, über die ärztlichen Aufklärung und Impfung bis hin zur Nachbetreuung der Geimpften alles in unmittelbarer Nähe räumlich umsetzen zu können. Auch für mögliche Nebenwirkungen sind das Team und die Räume mit dem notwendigen Notfallequipment ausgerüstet.