Weihnachten in Mettmann 100 Wünsche mehr am Baum als im Vorjahr

Mettmann · Caritas und Kreissparkasse spüren bei ihrer Weihnachtsaktion, dass viele Mettmanner knapsen müssen. Denn die Zahl der Wünsche hat sich deutlich erhöht.

(V.l.) Thomas Döring (Gebietsdirektor Kreissparkasse Düsseldorf), Heike Hildebrandt (Filialleiterin Mettmann der Kreissparkasse), Bianca Schnee und Thomas Rasch von der Caritas Kreis Mettmann vor dem diesjährigen Weihnachtswunschbaum.

(V.l.) Thomas Döring (Gebietsdirektor Kreissparkasse Düsseldorf), Heike Hildebrandt (Filialleiterin Mettmann der Kreissparkasse), Bianca Schnee und Thomas Rasch von der Caritas Kreis Mettmann vor dem diesjährigen Weihnachtswunschbaum.

Foto: Kreissparkasse Düsseldorf

Der Caritasverband Mettmann und die Kreissparkasse Düsseldorf erfüllen Wünsche: Zum dreizehnten Mal steht ein Weihnachtswunsch-Baum in der Kundenhalle am Jubiläumsplatz. An den Zweigen hängen 300 Wunschzettel. Das sind 100 Wünsche mehr als in den Vorjahren; ein Gradmesser dafür, wie sehr Inflation und Energiepreise die Menschen in Mettmann belasten.

Das Ziel ist dennoch klar: Möglichst viele bedürftige Menschen in Mettmann sollen Wünsche im Wert von 15 bis 20 Euro erfüllt bekommen. „Der Wunschbaum ist eine feste Institution für viele Menschen in Mettmann“, sagt Heike Hildebrandt, Beratungs-Centerleiterin der Kreissparkasse. „Auch in den vergangenen zwei Jahren hat der Wunschbaum trotz aller Abstandsregeln und Vorsichtsmaßnahmen bestens funktioniert – viele Menschen haben einfach ein großes und gutes Herz.“

Gebietsdirektor Thomas Döring kommentiert den neuen, eigentlich traurigen Rekord bei der Anzahl der Wunschzettel so: „Die Menschen stehen durch den Krieg in der Ukraine, die Energiekrise und die hohe Inflation unter Druck – viele können den Gürtel schon gar nicht mehr enger schnallen.“ Und weiter sagt Döring: „Es wird nun noch mehr darauf ankommen, dass sich Menschen finden, die anderen aus dem Verborgenen etwas Gutes tun wollen.“

Wie immer wurden Wünsche von Mettmanner Bürgern jeden Alters – der überwiegende Teil aller Wünsche stammt übrigens von Kindern – im Oktober vom Kinderschutzbund, dem Awo-Familienzentrum, dem Fachdienst für Integration und Migration, der Wohnungslosenhilfe und vielen anderen sozialen Einrichtungen zusammengetragen. Die vom Caritasverband liebevoll aufbereiteten Wunschzettel hängen nun am festlich geschmückten Tannenbaum. Die Preise der jeweiligen Geschenke bewegen sich im Rahmen zwischen 15 und 20 Euro. Bescheiden, aber längst nicht für jeden einfach so zu erfüllen.

„Die 300 Wunschzettel sollen wieder für glänzende Augen in Mettmann sorgen. Mein ganz großer Dank gilt meiner Kollegin Bianca Schnee und dem Team der Kreissparkasse, dass sie diese schöne Tradition trotz aller aktuellen Herausforderungen trotzdem möglich machen“, sagt Thomas Rasch, Bereichsleiter beim Caritasverband für den Kreis Mettmann. Wer mag, nimmt sich einen Wunschzettel vom Baum, besorgt das Geschenk und gibt es weihnachtlich verpackt bei der Kreissparkasse bis zum 15. Dezember ab. Natürlich samt Wunschzettel, damit das Päckchen den richtigen Empfänger erreicht. Thomas Döring hofft: „Wir haben es jedes Jahr geschafft, alle Wünsche zu erfüllen, und so soll es auch dieses Jahr unter den besonderen Umständen sein.“ Am 19. Dezember werden um 13 Uhr die gesammelten Weihnachtspäckchen in das Caritas-Beratungszentrum in der Lutterbecker Straße 30 gebracht und an die beteiligten sozialen Einrichtungen verteilt. Die Bescherung findet im kleinen Kreis statt.

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