Erkrath: Masterplan nimmt einen neuen Anlauf

Erkrath: Masterplan nimmt einen neuen Anlauf

Die Öffentlichkeit wird am 25. Februar im Museum über die ersten Schritte fürs Neandertal informiert.

Neandertal 2.0: Der Masterplan nimmt einen neuen Anlauf. Gestern begrüßte der Ausschuss für Stadtentwicklung die Fortführung des Themas. Spätestens im Oktober 2014 soll eine Entscheidung über die ersten Schritte gefallen sein, die das Neandertal attraktiver machen, nachdem der große ehrgeizige Plan mit Baumwipfelpfad und Entdeckertürmen aus Kostengründen gefallen war.

Die wichtigsten Projekte sind aktuell: die Optimierung der Beschilderung, ein attraktiveres Umfeld des S-Bahnhofs Hochdahl, eine bessere Wegeverbindung zwischen S-Bahnhof Hochdahl und Neandertal, eine Wegeverbindung Museum und Regiobahnhalt Neanderthal, überhaupt bessere Wege im Talraum und auf der Hochfläche, Themenrouten, Aufwertung von Museumsumfeld und Neanderpark sowie der Wege vom Museum zur Fundstelle. Attraktiver werden soll auch die Fundstelle unseres Vorfahren, die derzeit an eine Baustelle erinnert. Der Talraum soll verkehrsberuhigt und die Parkplatzsituation verbessert werden.

Im Fokus der Planer steht zum Beispiel ein rund fünf Kilometer langer industriegeschichtlicher Themenweg zwischen dem Talzentrum und Hochdahl. Grundlage sollen dafür Flora und Fauna, die Urgeschichte sowie der Kalkabbau sein.

In die Planung sollen außer Spezialisten, dem Kreis Mettmann, den Städten Erkrath und Mettmann sowie der Stiftung Neanderthal Museum auch Anwohner, Naturschützer und Gastronome einbezogen werden. Ein erster öffentlicher Infoabend ist für den 25. Februar geplant, und zwar ab 18.30 Uhr im Auditorium des Neanderthal Museums. Zur Erinnerung: Im Rahmen des Masterplans sollten für 6,4 Millionen Euro im Neandertal ein Panorama-Turm mit Aufzug und Verbindung zur S-Bahn-Haltestelle und der Entdeckerturm an der Fundstelle gebaut werden. Allein die Europäische Union wollte das Projekt mit 4,5 Millionen Euro fördern. Am 14. August 2012 stoppte Landrat Thomas Hendele das Vorhaben. Zeitplan mit Planung, Bauen und Abrechnen war nicht zu schaffen. Außerdem stiegen die Kosten wegen vermeintlich unvorhersehbarer Mehrausgaben, sagte der Landrat damals. Der Kreis hätte laut Bezirksregierung das Projekt mit Entdeckerturm und Panorama-Aufzug bis zum 31. Mai 2015 bauen und abrechnen müssen. Falls nicht, wären keine Zuschüsse aus dem EU-Förderprogramm geflossen.

(RP)
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