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Maske tragen? Die Antwort ist ganz einfach

Geistliches Wort aus Mettmann : Die Antwort ist ganz einfach

Warum soll ich eine Maske tragen? Diese Frage ist auch und gerade unter christlichen Aspekten leicht zu beantworten, findet der evangelische Pfarrer in Mettmann, Jürgen Artmann.

In diese Woche fiel der Schulstart, der jetzt mit größter Aufmerksamkeit verfolgt wurde. Abstand, Maske, Unsicherheit, Angst, Fürsorge, Ärger, Unverständnis, Verweigerung, Vorwürfe, Anschuldigungen, Besserwissen und was alles sonst noch den Mittwochvormittag begleitet und in den Folgetagen Gewicht behalten hat.

Ich gehe davon aus, dass alle, die an den Entscheidungen mitgewirkt haben, das mit großem Ernst taten, im Bewusstsein ihrer Verantwortung. Ich bin sicher, auf keiner Ebene und an keiner Stelle wurde der Leichtfertigkeit das Feld gelassen. Corona ist kein Fake. Ich kenne zwei Menschen, die an den Folgen der Infektion verstorben sind. Und deren rasantes Sterben berührt mich nach wie vor.

Die grundlegende Frage, um die es dabei geht, steht, wie alles Grundlegende, ganz am Anfang der Bibel. Die namentlich bekannte Menschheit ist männlich, ihre Zahl übersichtlich, und der eine Menschheitsrepräsentant wird gefragt: „Wo ist der, wo ist die andere? Wie geht es ihm oder ihr?“ Wer da fragt? Gott fragt, weil er sich um seine Menschen sorgt. Und dann folgt die entscheidende Gegenfrage: „Soll ich mich etwa um den Anderen, um die Andere sorgen?“ Die Antwort ist: „Ja!“ Jede getragene Maske ist eine Wertschätzung des oder der Anderen. Und wenn ich die Anfangsgeschichte der Bibel richtig verstehe, sagt Gott zu jeder getragenen Maske, zu jeder desinfizierten Hand, zu jedem gewahrten Abstand, zu jeder vermiedenen Gefährdung der Anderen: gut gemacht. Und wenn im Nachhinein die eine oder andere Vorsicht nicht nötig war, hat sie dem oder der Anderen nicht geschadet. Die Antwort auf die Frage (1.Mose 9) ist ganz einfach: Ja!