Mettmann: Markt zieht nach Mettmann

Mettmann: Markt zieht nach Mettmann

Der ehemalige Erkrather Kunsthandwerkermarkt findet aller Voraussicht nach am zweiten Advent in der Neandertalhalle statt. Veranstalter Michael Strohmayer war die Miete im Hochdahler Bürgerhaus zu teuer geworden.

Eigentlich hätte am vergangenen Wochenende im Hochdahler Bürgerhaus der weit über die Grenzen von Erkrath bekannte Kunsthandwerkermarkt stattfinden sollen. Eigentlich – denn schon im Januar sagte Veranstalter Michael Strohmayer den Markt ab. Grund waren die horrend gestiegenen Kosten für die Miete des Bürgerhauses.

"Ich sollte statt wie gewohnt 2300 Euro auf einmal 5300 Euro bezahlen", sagt Strohmayer. Hintergrund: Die bislang vorhandene Sonderkategorie für "Örtliche Gewerbetreibende" wurde von der neuen Erkrather Ratsmehrheit aus SPD, BmU und den Grünen mir nichts dir nichts einfach abgeschafft.

50 Aussteller sind das Ziel

Trotz der Absage haben sich am Wochenende viele langjährige Besucher bei Strohmayer erkundigt, die vergeblich nach Hochdahl gereist waren und den Kunsthandwerkermarkt vermissten. Doch für alle Kunden gibt es nun eine gute Nachricht, die Rettung des Kunsthandwerkermarkts steht kurz bevor. Strohmayer steht in Verhandlungen mit der Stadt Mettmann, die den Kunsthandwerkermarkt am zweiten Adventwochenende in der Mettmanner Neandertalhalle auf die Beine stellen will. "Ich brauche keine Miete zu zahlen, das wird als Veranstaltung der Stadt Mettmann deklariert", sagt Strohmayer.

Organisation wird bezahlt

Er selbst erhalte von der Stadt Mettmann eine Aufwandsentschädigung für die Organisation des Markts. "40 Aussteller habe ich schon zusammen, 50 sollten es allerdings werden", sagt Strohmayer. Er ist jedoch zuversichtlich, in den nächsten zwei Wochen die noch fehlenden Aussteller zusammen trommeln zu können.

Denn noch sei es nicht zu spät. Nicht alle Händler, die jahrzehntelang nach Erkrath gekommen waren, haben sich schon Ersatzausstellungsorte suchen können. Die Idee den Markt in Mettmann zu veranstalten, stammt wohl von Marion Buschmann. Die Mitarbeiterin des Mettmanner Kulturamts war früher selbst in der Erkrather Stadtverwaltung tätig und hat Strohmayer das Angebot gemacht. Laut Strohmayer habe man auch noch die Organisatoren des zur gleichen Zeit statt findenden Blotschenmarkts um Zustimmung gebeten. Laut Strohmayer machen sich Blotschen- und Kunsthandwerkermarkt aber gegenseitig keine Konkurrenz.

Der ehemalige Leiter der Erkrather Volkshochschule hat während seiner Zeit bei der Stadt Erkrath den Markt organisiert. Nach seiner Pensionierung macht er sich mit einer Firma selbständig und ließ unter seiner Flagge die Märkte weiter statt finden.

(RP)