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Mettmann: Marie, Jana und Emely führen Liste an

Mettmann : Marie, Jana und Emely führen Liste an

Das Mettmanner Standesamt bilanziert das Jahr 2014. Hochzeiten, Todesfälle und Geburten - die Zahlen sind konstant.

Kaum ist 2014 beendet, wird es bilanziert und statistisch ausgewertet. So auch bei den Rathaus-Mitarbeitern wie Michael Wiesenhöfer. Zusammen mit zwei Kollegen ist er im Standesamt tätig.

"Entgegen der landläufigen Meinung sitzen wir hier nicht den ganzen Tag herum und trinken Sekt", sagt er und lacht über den Irrglauben mancher Leute. Natürlich zählen die Trauungen, auf die bekanntermaßen gern mit einem Glas Sekt angestoßen wird, zum Aufgabengebiet dazu. Insgesamt 147 mal gaben sich Paare im vergangenen Jahr (141 waren es 2013) das berühmte Ja-Wort. 82 mal (2013: 78) geschah das im Trauzimmer, ganz in weiß im Grünen, also der Idylle der Goldberger Mühle, wurde die Zeremonie 29 Mal (2013: 22) mal vollzogen und in der Alten Bürgermeisterei wurde 36 mal (41) "Ja!" gesagt. Besondere Lieblingstage oder ein Datum, an dem besonders oft geheiratet wurde, gab es 2014 nicht, wie der Beamte ausführt. Dazu fehlten schlicht markante Kombinationen a la "12. Dezember 2012".

Weitere glückliche Momente erlebten die Standesbeamten rund ums Thema Geburt. Zwar gab es im Vergleich zum Vorjahr sechs Babys weniger, insgesamt 303 Neu-Mettmanner erblickten 2014 das Licht der Welt. Beliebteste Namen bei den Mädchen waren Marie, gefolgt von Jana und Emely, wohingegen die Jungsriege von Alexander angeführt wird. Der Name "Jonas" belegt Platz zwei und hoch in Kurs stand auch "Milan". "Hier wird vieles komplizierter", resümiert Wiesenhöfer hinsichtlich Neugeborener von Migranten und Asylanten und deren Ideen für Namensgebungen, die manchmal nicht mit geltenden Gesetzen kompatibel sind.

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Die Zahl der Scheidungen lässt sich nicht konkret beziffern, da die Statistik dies nicht ermittelt. Unter der Rubrik "Auflösungen" sind sowohl Scheidungen als auch durch den Tod bedingte Trennungen erfasst. 187 Auflösungen wurden 2014 registriert. Die Toten wurden ebenso erfasst, 454 an der Zahl (2013: 562). Besondere Vorkommnisse gab es für das Team im Standesamt keine. Ein Mal hatte ein heiratswilliges Paar sich offensichtlich komplett im Datum vertan und kam zum Termin, bei dem die Eheschließung lediglich angemeldet werden sollte, mit großem Tamtam, Traumroben mit kompletter Festgesellschaft. "Das war spektakulär." Abgesehen davon ging alles seinen geordneten Behördengang.

Das Verwaltungspensum wird übers Jahr gesehen nicht geringer und der bürokratische Aufwand an vielen Stellen intensiver und aufwendiger. Vor allem, was das Thema "Asylanten" betrifft, gab es zusätzliche Aufgaben, um diese Menschen korrekt registrieren zu können, was für die weitere Versorgung notwendig ist. "Manche haben keine Pässe oder verfügen lediglich über unbeglaubigte Urkunden", zum Aufgabenbereich gehört es dann, diese Dokumente auf ihre Echtheit zu überprüfen, übersetzen und aktentauglich zu machen.

(von)