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Leck an Silofahrzeug hält Feuerwehr Erkrath in Atem​

Hochdahl : Leck an Silofahrzeug hält Feuerwehr in Atem

Der Lkw hatte Ammoniumsulfat für die Düngemittelherstellung geladen. Eine Gefahr für Bürger bestand laut Experten nicht. Der Einsatz dauerte bis 15 Uhr.

(RP) Mit dem Einsatzstichwort „BC-Unfall“ wurde die Feuerwehr Erkrath am Sonntagvormittag (15. Mai) zur Hackberger Straße in den Stadtteil Hochdahl gerufen. Dort sollte aus einem Silozug eine Flüssigkeit auslaufen. Vor Ort konnte an dem am Straßenrand abgestellten Fahrzeug eine Undichtigkeit mit Flüssigkeitsaustritt im hinteren Fahrzeugbereich festgestellt werden und es hatte sich eine Flüssigkeitslache unter dem Heckbereich gebildet, berichtet die Feuerwehr.

Das Silofahrzeug sollte aufgrund der Kennzeichnung Ammoniumsulfat geladen haben, welches für die Düngemittelherstellung benötigt wird. Ammoniumsulfat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Salze, das bei der Reaktion von Ammoniak mit Schwefelsäure gebildet wird. Es ist gut wasserlöslich und die wässrigen Lösungen reagieren schwach sauer. Die aus einer Spülleitung des Fahrzeugs ausgetretene Restflüssigkeit wurde durch einen Trupp unter Chemikalienschutzanzug in einer Kunststoffwanne aufgefangen und die Leitung dichtgesetzt. Die Flüssigkeitslache wurde mit Chemikalienbinder abgestreut.

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Für die Dekontamination des vorgegangen Trupps wurde ein Dekontaminationsplatz aufgebaut. Für die Bevölkerung hat laut Feuerwehr zu keiner Zeit eine Gefahr bestanden. Die Entsorgung der aufgefangenen Flüssigkeit und der verunreinigten Materialien wurde durch eine Fachfirma übernommen. Der Grundschutz für das Erkrather Stadtgebiet wurde durch freie Einsatzkräfte mit einem Löschfahrzeug von der Feuer- und Rettungswache aus sichergestellt.

Der Einsatz der hauptamtlichen Wache sowie aller drei ehrenamtlichen Löschzüge und des Rettungsdienstes konnte erst gegen 15 Uhr beendet werden.