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Lebensrettung in Mettmann: Druck und Rhythmus sind wichtig

Lebensrettung in Mettmann : Druck und Rhythmus sind wichtig

Landrat Thomas Hendele legt bei der Herzmassage Hand an. Auf dem Mittwochs-Markt zeigten Sanitäter, wie man im Notfall ein Leben retten kann.

Im Rahmen der Deutschland-weiten Aktionswoche „Ein Leben retten“ hatten am Mittwoch Malteser, DRK, DLRG, Johanniter Unfallhilfe und ASB gemeinsam mit dem Kreisfeuerwehrverband und der „Bildungsakademie für Gesundheits- und Sozialberufe des Kreis Mettmann“ einen Informationsstand auf dem Markt aufgebaut. Die Gretchen-Frage: Was tun, wenn Angehörige oder Fremde einen Herzstillstand erleiden? An zwei Übungspuppen wurde Herzmassage demonstriert und geübt. Auch Landrat Thomas Hendele legte Hand an.

„Wir haben vor Kurzem erst einen Auffrischungskurs mit lebensrettenden Maßnahmen in der Verwaltungskonferenz des Kreises absolviert,“ so Hendele. „Ich muss zugeben, dass es gutgetan hat, das Wissen aufzufrischen. Einiges vergisst man doch im Laufe der Zeit.“ John Bastian Etti von der Bildungsakademie musste nur die Lage von Hendeles Händen auf dem Brustkorb des Übungstorsos ein wenig korrigieren. „Die Handfläche der unteren Hand liegt oberhalb des Rippenbogens in der Mitte zwischen den Brüsten, etwa auf der Höhe der Brustwarzen“, so Etti. „Stellen Sie sich den Rhythmus von ‚Stayin alive‘ von den Bee Gees vor und drücken Sie in diesem Takt etwa 100 Mal pro Minute. Der Brustkorb muss gut fünf bis sechs Zentimeter eingedrückt werden, damit das Herz auch richtig stimuliert wird. Gebrochene Rippen seien ein geringer Preis für die Rettung eines Menschenlebens.

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Mit fast denselben Worten beruhigt an der zweiten Übungspuppe der 20-Jährige Emil Uhlig von der Feuerwehr Velbert, der just seine Ausbildung zum Notfallsanitäter begonnen hat, eine ältere Dame. Sie ist überrascht, dass ihr unter seiner Anleitung gelingt, die Herzmassage mit dem richtigen Druck zu geben. „Auch wir brechen im Notfall schon einmal einem Verletzten eine Rippe. Das ist allemal besser, als wenn jemand stirbt,“ entkräftet Uhlig die Befürchtung vieler Marktbesucher, bei der Herzmassage etwas falsch machen zu können.

Bürgermeisterin Sandra Pietschmann demonstriert, angeleitet von der zweiten Auszubildenden zur Notfallsanitäterin, Nathalie Meinhard, dass auch sie weiß, in welchem Tempo und mit welchem Druck, sie eine Herzmassage geben muss. Gemeinsam mit ihrem Pressesprecher Thomas Lekies wagt sie es auch, die der Übungspuppe die Elektroden des Defibrillators anzulegen. „Ich finde es wichtig, dass viele Mettmannerinnen und Mettmanner üben, wie man mit diesen Geräten umgeht. Sie hängen bei uns in den öffentlichen Gebäuden.“