Erkrath: Laufen – der Volkssport

Erkrath : Laufen – der Volkssport

160 Bürger starten mit dem Lauftreff Alt-Erkrath in die Saison. Darunter sind 30 Neulinge. Selbst für völlig Ungeübte hat der Verein ein Programm. Neben dem sportlichen Vergnügen wird auch die Geselligkeit gepflegt.

Zum ersten großen Frühjahrslauf trafen sich am Sonntag die Mitglieder des Lauftreff Alt-Erkrath e.V. 1988 im Toni Turek Stadion. 110 Sportler begrüßte Klaus Bauer, der 1. Vorsitzende des seit wenigen Monaten eingetragenen Vereins. Vor allem aber freute er sich über viele neue Gesichter. 25 bis 30 Anfänger stoßen an diesem Sonntagmorgen zu den alten Hasen, schätzte Klaus Bauer. Auf jeden Fall sind Andrea Hanten und Doris Siegmund dabei. Die jungen Mütter mit Kindern zwischen zwei und fünf Jahren haben sich verabredet, die Kinder an diesem Vormittag mal beim Vater zu lassen und einen sportlichen Wiedereinstieg zu versuchen. Vor der Geburt der Kinder haben beide Sport gemacht. Jetzt ist es Zeit für Neues. Die Familie Graf aus Hochdahl – Marcus, Hanne und Viktoria – will in diesem Frühjahr gemeinsam durchstarten.

Frühstück zum Wiederbeginn

Die Atmosphäre bei den Lauftreff-Freunden ist familiär. "So locker wie möglich" formuliert Lauftreff-Chef Klaus Bauer. Für die inzwischen 160 Lauftreff-Freunde musste eine Struktur geschaffen werden. Darum ließen sie sich als Verein eintragen. Das gesellige Leben und der Zusammenhalt werden immer eine wichtige Rolle spielen. Organisiert werden Wandertouren, Grill- und Weihnachtsfeste. Und es gibt ein Saisoneröffnungs-Frühstück, wie am Sonntag. Da wurden Kaffee, Kuchen und Herzhaftes vor der Umkleidekabine im Freien aufgebaut.

Trotzdem bleiben das Gehen und das Laufen die wichtigsten Aktivitäten. Angeboten werden drei Walking-Gruppen, drei Nordic Walking Gruppen und fünf Laufgruppen für unterschiedliche Leistungsmöglichkeiten. Hinzu kommen die Anfängergruppen. "Laufen, ohne zu schnaufen" ist das Motto.Um die Anfänger kümmern sich drei Gruppenleiter: Alexandra Rente, Thomas Brühl und Dirk Wenkemann.

Auch völlig ungeübte Sportler sollten sich trauen, mitzulaufen oder mitzugehen. Ziel der Anfängergruppen ist, dass nach einem Jahr etwa sieben Kilometer in einer Stunde geschafft werden.

Gerd Kramm, der Senior, ist seit 1988 beim Lauftreff. Früher schaffte er pro Stunde locker zwölf Kilometer, jetzt sind es noch acht. Es gibt es zurzeit sieben Läufer im Verein, die sich auf den Düsseldorf-Marathon vorbereiten. Irgendjemand im Verein hat den Spruch geprägt: "Wir sind nicht die schnellsten, aber die lustigsten." Das spürten am Sonntagmorgen auch Churchill und Ramses, Mops und Mischling. Die wurden allseits freudig begrüßt.

(gund)
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