Erkrath: L 404 wird keine Stadtautobahn

Erkrath: L 404 wird keine Stadtautobahn

Der Düsseldorfer Ratsherr Rolf Schulte (CDU) verteidigt vor der Kolpingfamilie Erkrath-Unterbach die Straßenbaupläne der Landeshauptstadt. Erkrather sollen eine bessere Straße nach Gerresheim bekommen.

Rolf Schulte, CDU-Ratsherr aus Düsseldorf, der auf Einladung der Kolpingsfamilie Erkrath-Unterbach zu einem Gesprächsabend ins Gemeindezentrum am Niermannsweg gekommen war, nutzte die Gelegenheit, gleich zu Beginn mit einem Vorurteil zum Bau der von Düsseldorf projektierten L 404 aufzuräumen. Er wisse, dass sich viele Unterfeldhauser und Unterbacher darum sorgten, die Rothenbergstraße solle möglicherweise vierspurig ausgebaut werden. Da sei überhaupt nichts dran.

Eine solche Planung werde seine Zustimmung niemals erhalten, betonte Schulte. Bisher gebe es überhaupt noch keine Datailplanungen für diese Straße, sondern lediglich eine Machbarkeitsstudie, die aufzeigen soll, was alles zur besseren Erschließung des Ortsteils Gerresheim und zur Entlastung von diversen Wohngebieten in diesem Bereich möglich ist.

Es wird keine Stadtautobahn

Auch die Vorwürfe, hier werde eine Stadtautobahn gebaut, seien völlig aus der Luft gegriffen, sagte Schulte. Die Straße habe in der Studie lediglich eine Breite von 13,50 Metern und sei damit nicht breiter als die heutige Vennhauser Allee. Lediglich auf den ersten 120 Metern auf Düsseldorfer Gebiet würden vier Spuren angelegt.

Dabei handle es sich um die Verbesserung der Anbindung an die A 46, mit der diese Anschlussstelle entzerrt werden soll. Hier kommt es immer wieder zu langen Staus. Nach Abschluss der Arbeiten dort sei mit erheblich weniger Emissionen zu rechnen, da der Verkehr dann zügiger abfließen könne. Auf der gesamten weiteren Strecke entlang des Unterbacher Sees reiche die jetzige Breite hingegen völlig aus, um den für die nächsten 20 Jahre erwarteten Verkehr aufzunehmen.

  • Düsseldorf : Züge zwischen Gerresheim und Erkrath fallen aus

Das gelte auch für die weitere Trasse dieser Straße, die vom Bahnhof Gerresheim aus entlang der Schienenstrecke bis etwa zur Ronsdorfer Straße in Düsseldorf verlaufen soll. Entlang dieser Straße sei Gewerbeansiedlung geplant, während Wohngebiete durch die neue Straße entlastet werden könnten. Allein für diesen Teilabschnitt sieht Schulte für die nächsten Jahre Chancen auf eine zügige Realisierung.

Er schätzt, dass dieser Bereich bis Ende 2014 fertiggestellt werden könnte. Wobei in diesem Zusammenhang auch die Düssel, die dort teilweise verrohrt ist, wieder renaturiert werden und ein sogenannter Düsselpark angelegt werden soll.

Rolf Schulte, der früher selbst in Unterfeldhaus gewohnt hat, räumte ein, dass er ein großer Verfechter dieser Straße sei. Durch sie dürften aber keine unnötigen Belastungen auf die Bürger zukommmen.

Die Erkrather selbst müssten ebenfalls an einer Verbesserung der Anbindung nach Düsseldorf interessiert sein, meinte Schulte. Schließlich gebe es viele Pendler, die in der Landeshauptstadt arbeiten. Außerdem würden das kulturelle Angebot und die Einkaufsmöglichkeiten in Düsseldorf gerne genutzt.

(RP)