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Erkrath: Künstler beleben Alte Schule Dorfstraße

Erkrath : Künstler beleben Alte Schule Dorfstraße

Der neue Förderkreis Kunst und Kulturraum hat endlich einen eigenen Raum für Ausstellungen und Lesungen.

Endlich: Die Künstler in Erkrath haben ihren eigenen Raum — das heißt, der neu gegründete Verein "Förderkreis Kunst und Kulturraum Erkrath" mit Wolfgang Sendermann, Hyacinta Hovestadt, Eva Pannée und Margit Seiwert an der Spitze. Zehn Jahre war Wolfgang Sendermann auf der Suche, ehe er jetzt zusammen mit dem Förderkreis Räume in der Alten Schule in Millrath an der Dorfstraße fand und von der Stadt mieten konnte.

Zum neuen Domizil gehören ein 60 Quadratmeter großer Ausstellungsraum sowie vier Ateliers in den ehemaligen Lehrerwohnungen, die zwischen 11 und 14 Quadratmetern große sind und vermietet werden sollen.

Zwei Jahre standen die Räume leer. Entsprechend ist der Renovierungsbedarf. Bis 25. Mai will der gerade mal eineinhalb Wochen alte Verein zumindest den Ausstellungsraum hergerichtet haben. Denn dann laden der Madrigalchor Millrath und die Arbeitsgemeinschaft Behinderter in Erkrath zum Brunnenfest an die Dorfstraße ein. "Da wollen wir uns als neue Nachbarn präsentieren und natürlich auch ein bisschen was zeigen", sagt Sendermann. 20 Mitglieder zählt der Förderkreis zurzeit. Die meisten kommen aus Erkrath, ein paar kommen aus Düsseldorf. Bei der Renovierung und Organisation können die Künstler noch Unterstützung gebrauchen. Aufputz-Leitungen und Nischen müssen verkleidet werden, Wände, Türen und Türrahmen brauchen einen Anstrich. "Alles werden wir sicher nicht bis zum 25. Mai schaffen", sagt Eva Pannée.

"Vielleicht könnte uns der Wirtschaftkreis Erkrath mit seiner neuen Intiative helfen und uns sagen, wie man einen Verein richtig führt", sagt Hovestadt. Im neuen Raum können sich die Künstler auch Lesungen, Puppenspiele und andere Kleinkunst vorstellen sowie Ausstellungen von arrivierten Künstlern, die nicht aus Erkrath sind. "Das KunstHaus Erkrath soll zum Ausgangs- und Sammelpunkt stadtweiter kultureller Aktivitäten werden", sagt Hovestadt. Zentral gelegen zwischen dem Schulzentrum Rankestraße und der Grundschule Millrath, wollen die Künstler in der Alten Schule auch Jugendarbeit anbieten: Malkurse, Workshops, Werkunterricht — eben das, was in der Schule nicht stattfindet. Auch bei der Offenen Ganztagsschule könnten sie noch in Lücken stoßen, sagt Pannée.

Geplant ist auf jeden Fall schon einmal eine Ausstellung der zwölf Arbeiten des Graffiti-Wettbewerbs, den der Verein zusammen mit den Stadtwerken ausgeschrieben hat. 21 Arbeiten sind eingegangen. "Darunter ganz tolle", sagt Sendermann. Im Mai werden die Ausgewählten die ersten Trafohäuschen besprühen. Die Motive werden auf Leinwand später im Kunstraum gezeigt. Ziel des Fördervereins ist es darüber hinaus, alle Stadtteile als Präsentations- und Erlebnisorte einzubeziehen. So übernimmt der Verein die Organisation der Aktion "statt Galerie Erkrath", in der Geschäftsleute einen Teil ihrer Schaufenster für Ausstellungen zur Verfügung stellen. Zudem macht sich der Verein für den weiteren Ausbau der Kunstwege, ein Stadtteile verbindender Spaziergang, der zu Skulpturen und Bildern führt, stark.

(RP/rl)